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Von der Kriegslogistik und dem Trosse

Aktualisiert am 24. Juli 2008 von Ali

Im Gegensatz zu den Kapiteln über die Trutz- und Schutzwaffen, die vom Umbringen bzw. dem Schutz eines Einzelnen ausgehen, und auch im Gegensatz zu den Kapiteln über die offene Feldschlacht und die Verteidigung geht es in diesem Kapitel um die Logistik und die Organisation rund um das Kriegsgeschehen. Wir werden uns also in diesem Kapitel eher hinter der Front statt an der Front aufhalten. Die hohe Anzahl der Irrtümer, die der Anonyme Christ in diesem Kapitel aufklären kann, resultiert auch aus den genauen Aufzeichnungen und Primärquellen. Über kaum etwas wurde soviel geschrieben wie über Kriege, wobei erst durch die allgemeine Verbreitung der Kunst des Lesens und Schreibens die Quellenvielfalt und –qualität drastisch zunahm. Was die Zeit vorher angeht, so sollte man nicht dem Irrtum aufsitzen, dass etwa Kriegsleute Kriegsberichte und Schriften über Schlachten und Strategien schrieben. Das war die Ausnahme. Heutzutage schreiben doch auch nur diejenigen Steuergesetze, die keine Steuern zahlen. Und so war es auch im Mittelalter. Nicht Ritter oder Soldaten, alle meist des Schreibens nicht mächtig, schrieben über Strategien, sondern - man lese und staune und bepisse sich vor Lachen – Mönche. Klar, dass Mönche keine Ahnung vom Krieg hatten, schon ihr Berufsbild war eigentlich eher defensiv ausgerichtet. Gerade wollte der Anonyme Christ zu einem Fluch über alle ansetzen, die über Schlachten schreiben, obwohl sie selbst nie dabei gewesen sind, als ihm einfiel, dass er ja auch noch nie bei einer Schlacht war. Na ja, wenigstens stützt sich der Anonyme Christ auf halbwegs verlässliche Quellen und schreibt seine Pamphlete ohne religiöse Verblendung. Übrigens änderte sich das Ganze etwas, als der Beruf des Herolds sich etablierte, denn die Herolde waren oft genug bei den größeren mittelalterlichen Schlachten die Einzigen, die wirklich den vollen Durchblick hatten. Ihre Berichterstattung ist sicherlich nüchterner, aber deshalb noch lange nicht objektiv. Immerhin heißt es ja nicht umsonst, dass der Sieger die Geschichte schreibt, wie der Leser dieser Website Jalidon bemerkte. Gerade wenn man da auf die Römerzeit zurückblickt, wird das besonders deutlich, schrieb er. Da die Kelten ja selbst keine Geschichtsschreiber hatten, ist man hier vollständig auf die Überlieferungen der Römer angewiesen. Die teils recht übertriebenen Berichte von Schlachten und Heeresgrößen sind alles andere als verlässlich. Beschrieb man das burgundische Heer zwischen 1405 und 1407 n. Chr. als mal 16.000, mal 60.000 Mann stark, so ergaben die verlässlichen Zählungen zwischen 2.600 und 10.500 Soldaten. Der Leser dieser Website Heretic machte darauf aufmerksam, dass früher die Armeen sowieso sehr viel kleiner als heute waren, und nennt Beispiele. Die gefürchtete römische Armee Caesars umfasste gerade mal 400.000 Mann, also etwas mehr als die NVA. Zum Vergleich: die türkische umfasst 500.000, die amerikanische 1,2 Millionen, russische 1,7 Millionen, die Indische inklusive Milizen 2,1 Millionen und die chinesische stattliche 3,1 Millionen. Und gelogen werde auch heute noch kräftig, ergänzte er. In der Tat hat Heretic recht; die Heeresgrößen sind über die Jahrhunderte enorm gewachsen, übrigens auch die Bevölkerungsgröße an sich.

Gerne brachte man auch bei verlorenen Schlachten Verrat als Grund oder wies darauf hin, wie unehrenhaft die Gegner gekämpft hatten. Ein historisch belegtes Beispiel sei an dieser Stelle mal angeführt, nämlich die Schlacht an den Thermophylen. Der wunderbar choreographierte Blutballett- und storyfreie Abschlachtfilm „300“ zeigt die geschriebene Geschichte: 300 spartanische Krieger verteidigten alleine mit ein paar feigen Thepiern den Engpass der Thermophylen gegen die riesigen Horden des Xerxes, bis der Verräter Ephialtes Xerxes einen geheimen Pfad offenbarte, über den Xerxes den Spartanern in den Rücken fallen konnte. Ganz anders liest sich die wahre Geschichte: Unzählige Spartaner, jeder davon begleitet von sieben Heloten (Sklavenkriegern) verteidigten zusammen mit 700 Thepiern und 400 Thebenern den Pass, bis Xerxes, dem der ach so geheime Pfad schon lange bekannt war, ihnen in den Rücken fiel.
Übrigens wird Xerxes immer als sehr großer und hünenhafter Mann beschrieben, doch auch hier kann es sein, dass die Geschichtsschreiber ein bisschen übertrieben, denn gerade in der Antike wurden Herrscher im Grunde immer als hünenhafte Riesen beschrieben. Große Herrscher sind groß. Dass viele auch gerne als körperlich groß beschriebene Herrscher, beweisen folgende Maße: König Pippin war ein großer Herrscher, aber auch ein kurzer, darum hieß er ja auch Pippin der Kurze. Rasende 108 cm brachte der Kleine auf das Stockmaß. Karl III. von Neapel war mit 135 cm schon ein kleiner Riese, wurde aber von Attila dem Hunnen um drei cm geschlagen. Alexander der Große soll seinen Namen auch eher durch seine Taten erworben haben denn durch seine Körpermaße, und mit 145 bzw. 148 cm war die Herrschaft der Königinnen Anna und Viktoria auch eher kurz. Sprichwörtlich war die kurze Würze Napoleons mit 162 cm, eine Größe, die despotische Diktatoren für sich gepachtet haben dürften, denn Franco und Stalin waren ebenso groß. Äh, klein.
Auch ließen sich viele Pharaonen gerne mit Bogen auf Streitwagen kämpfend darstellen. Streitwagen mag sein, aber kämpfend? Das ist eher nicht zu vermuten, denn es würde dem Verhalten der Pharaonen in Friedenszeiten enorm widersprechen. Auch weitaus jüngere Zeugnisse zeigen den teils lächerlichen Versuch, aus Schreibtischtätern per Bild oder Schrift Schlachtfeldhelden zu machen. Es gibt zum Beispiel ein ernstgemeintes Portrait von Adolf Hitler in Ritterrüstung (mit Schnäutzer und Schmalzlocke, kein Scherz) und der kleine große Führer sieht darauf aus wie ein Schrumpfkopf, den man auf einen Schrottplatz gestellt hat.

Nun schrieb der Geschichtsschreiber Diodor, Alexander der Große habe dort, wo er vorbeizog, riesige Gegenstände hinterlassen, also zum Beispiel extrem große Wagenräder, extrem große Schuhe oder extrem große Waffen, um die potentiellen Gegner extrem zu beeindrucken und den Eindruck zu erwecken, bei den Mazedoniern handele es sich um ein Volk von Riesen. Doch das ist extrem großer Unsinn. Nicht ein einziger Gegenstand dieser Art ist je gefunden worden, und es wäre auch komplett sinnlos gewesen, denn die Gegner des Alexander mögen taktisch nicht so versiert wie er gewesen sein, aber hirnamputiert waren sie nicht.

Ein anderes Beispiel für unzuverlässige zeitgenössische Literatur könnte die Sache sein, die Karl dem Großen den Beinamen des Sachsenschlächters gebracht hat. Der abgeschriebene Text lautete nämlich, dass unter Karl tausende Sachsen “decolati sunt”, sprich: geköpft wurden. Und wenn da nun statt “decolati sunt” nur “delocati sunt” stand, abgeschrieben von einem inkompetenten Mönch oder einfach nur bei schlechtem Talgkerzenlicht? Nun, dann wurden sie nicht geköpft, sondern nur, wie damals üblicher, umgesiedelt.

Sehen wir uns nun einmal an, wer ein Heer überhaupt führen durfte. Nun, Offiziere natürlich. Offizier wurde man nur durch hohen Stand oder hohe Leistung. Oder ein dickes Portemonnaie. Bis 1871 n. Chr. war es in Großbritannien noch möglich, Offizierspatente zu kaufen, eine Sitte, die nach dem Mittelalter in ganz Europa verbreitet gewesen war. Die hohen Offiziere bekamen nämlich ein gewisses Budget, aus dem sie ihre Leute bezahlen mussten. Oft bezahlten sie recht wenig und verkauften gar Hauptmanns- und Leutnantsposten, um ihr Säckel ein wenig zu füllen. War durchaus legal. Wer genau hinsieht, wird bemerken, dass selbst heute Leute mit erstaunlich großem Geldsäckel und erstaunlich wenig Hirn auf erstaunlich unpassenden Posten sitzen, so zum Beispiel in manchen Gemeinderäten und prestigeträchtigen Ehrenämtern. Das sind zwar tendentiell eher friedliche Ämter, doch werden auch sie oft genug Plattform für durchaus kriegerische Standeskämpfe.

Zur Logistik des Krieges fragen wir uns zunächst einmal, wer überhaupt kämpfen soll. Diese Frage zu beantworten, ist recht schwierig, weil es enorme Unterschiede je nach Zeit und Region gibt. Der Anonyme Christ geht darauf im Kapitel über die Herrscher und Untertanen ohnehin etwas genauer ein und unterteilt hier nur ganz, ganz grob und unter schändlicher Außerachtlassung vieler Besonderheiten wie folgt. Seit jeher ist die Kaste der Krieger eine hoch angesehene, das hat sich erst in den letzten Jahrhunderten umgekehrt. In fast allen Kulturen war der es der Krieger, der kämpfte, eine allgemeine Wehrpflicht gab es nicht. Wurde natürlich ein Dorf oder eine Stadt überrannt, so setzten sich alle zur Wehr, so gut es ging. Wer diesen Kriegern oft als rangniedrige Soldaten dienen musste, waren die kampffähigen Männer aus den besiegten Völkern. So war es bei den Assyrern als typischen Repräsentanten der asiatischen Reitervölker, so war es bei den Römern als typischen Repräsentanten der europäischen Antike, so war es selbst bei den Germanen und manchmal den Indianern. Freiwillige wurden übrigens oft gerne genommen, aber auch hier waren kulturelle oder pragmatische Faktoren manchmal Hinderungsgründe. Die Berufskrieger stellten oft sogar die Oberklasse einer Gesellschaft, oder zumindest den zweiten Rang. Die Shogune Japans gehören da genauso zu wie die Ritter des europäischen Mittelalters. Im Mittelalter war das Feudalsystem verbreitet, dass Land und Schutz im Krieg in den Austausch zu Arbeitskraft und Steuer stellt; mehr dazu wie gesagt im Kapitel über die Herrscher und Untertanen. Selbst Kronvasallen, also Vasallen, die ihr Lehen direkt vom König hatten, waren unter den Karolingern verpflichtet, sechs Wochen persönlich auf eigene Kosten am Hacken und Stechen teilzunehmen.

Gesellschaftlich wiederum ganz anders standen die Söldner, also jene, die ihren Popo nicht für Land und Herrn, sondern für Geld riskierten. Die Landsknechte Ende des 15. Jahrhunderts sind ein gutes Beispiel dafür. Krieger können Köpfe einhauen, weil sie sie so gelehrt hat. Soldaten müssen Köpfe einhauen, weil man es ihnen so sagt. Söldner müssen Köpfe einhauen, weil man es ihnen so bezahlt. Landsknechte sind Söldner, welche im 15. bis 17. Jahrhundert n. Chr. nicht für ihr Land, sondern für Geld lebten und starben. Im Grunde waren diese Landsknechte ein Sammelsurium von gescheiterten Existenzen. Zum Prügeln brauchte man keine Qualifikation außer seiner Gesundheit, und ein Sozialsystem wie heute gab es nicht. Wer als Geselle nicht unterkam, wer als Bauer hungerte, wer als Fronarbeiter die Ausbeutung nicht mehr ertrug, konnte Landsknecht werden. Den Sold, damals Handgeld genannt, gab es vom Pfennigmeister, und wenn alles gut ging, konnte man sich auch noch an der Beute beteiligen. Dafür aber musste man seine Ausrüstung selber mitbringen, und das Handgeld war durchaus je nach Qualität der mitgebrachten Ausrüstung unterschiedlich. Das raue Landsknechtsvolk kannte eine eigene Gerichtsbarkeit und war nicht gerade zimperlich, was für den Kriegsfall gut war, aber für den Frieden nicht. War nämlich Friedenszeit, so sahen sich die Landknechte gezwungen, Raubzüge anzustellen, und wurden zur mordenden und brandschatzenden Landplage. In der Tat mag der eine oder andere Feldzug nur geführt worden sein, um die Landsknechte zu beschäftigen. Die Läufer fielen ebenfalls in der Landsknechtszeit… pardon, in DIE Landknechtszeit, und waren Befehlsboten und Vorhutler.

Gustav Adolf von Schweden führte dann im Grunde als erster die konskriptive Wehrpflicht ein, also eine Wehrpflicht, die je nach Stand und Geld junge Männer zur Waffe zwang. Somit war, wie der Leser Basilios richtig bemerkte, der dreißigjährige Krieg der Haupttummelplatz für die ersten Wehrpflichtigen. Die allgemeine Wehrpflicht für alle Männer eines bestimmten Alters bildete sich erst mit der französischen Revolution aus, es gibt sie also, wie der Leser dieser Website Heretic bemerkte, noch nicht so lange. Inzwischen ist die allgemeine Wehrpflicht rückläufig, was aber nicht an der Friedlichkeit liegt, wie man gerne politisch verkauft, sondern daran, dass wenige gut ausgebildete Soldaten mit guter Ausrüstung inzwischen mehr bringen als große Menge von Soldaten, die angesichts heutiger Wehrtechnik ohnehin nichts ausrichten können.
Zu Zeiten der Söldnerheere konnte es sich durchaus lohnen, sich als Soldat zu verdingen. Um 1400 n. Chr. verdiente ein unberittener englischer Bogenschütze drei Pence am Tag, sein berittener Kollege das Doppelte. Ok, die Waffe und das Pferd musste man schon selbst mitbringen, aber immerhin sind sechs Pence gut das Dreifache dessen, was zu der Zeit ein ausgelernter Handwerksgeselle verdiente, und diese Handwerksgesellen waren auch nicht gerade die Ärmsten. Hinzu kam im Falle eines Falles der Beuteanteil. Allerdings gab es keinerlei soziale Absicherung. Wurde man im Kampf derart verdroschen, dass man Invalider war, hatte man ein Bettelleben vor sich, und dieses wiederum war eines der härtesten im Mittelalter. Nach 1500 n. Chr. begann der Sold immer mehr zu bröckeln, denn immer größere Heere waren natürlich auch immer schwerer zu bezahlen. Das System war Folgendes: Der, der das Heer bezahlte, zahlte das Geld an seine höchsten Offiziere, diese an ihre direkt untergebenen Offiziere, diese wiederum an die Unteroffiziere, diese an die Soldaten. Auf jeder Stufe galt eigentlich die Logik “Je mehr ich meinen Untergebenen auszahle, umso weniger bleibt mir selbst.” Was unten ankam, war entsprechend wenig. Dass heißt nicht, dass die Offiziere in Saus und Braus leben konnten, denn auch der Geldgeber dachte nach der oben genannten Regel. Zu all diesen Zeiten musste sich jeder Soldat selbst versorgen, oft auch mit Essen. Dazu musste man Leute überfallen oder aber das Zeug von Händlern kaufen, und das natürlich zu Wucherpreisen. Das mit der Knete meinten die Soldaten wirklich ernst, nicht umsonst kamen Soldatenstreiks wie der der flandrischen Armee 1750 n. Chr. öfter mal vor. Auf dem Festland blieben die Preise zwischen 1450 und 1600 n. Chr. einigermaßen stabil, vier Gulden gab es normalerweise, für Doppelsöldner in toller Rüstung mit Zweihänder an Eckpositionen das Doppelte, dazwischen gab es noch Übersöldner, die aufgrund guter Ausrüstung das anderthalbfache bekamen. Doch waren auch hier diese Dinge teuer selbst gekauft.
Damit eng verbunden ist der Irrtum, dass es Kriegergilden wie in Rollenspielen nicht gebe oder gegeben habe. Doch die Landsknechte schlossen sich dazu sogar zu gildenähnlichen Strukturen mit eigenem Kodex, eigenem Recht und eigener Verwaltung zusammen. Wer hierzu gehören wollte, musste Soldat sein und auf den Kodex einen Eid schwören.
Eine weitere Frage in Sachen Logistik des Krieges ist, wie schnell denn nun so ein Heer eigentlich ist. Es kam halt wieder mal auf viele Faktoren an, auf Wetter, Ausrüstung, Gelände, Allgemeinzustand der Soldaten, Vorliebe des warmen Feldherrn für Blumen am Wegesrand. Man rechnete im Mittelalter für ein normales Heer mit schwerer Ausrüstung gut 15 km/Tag. Bestand das Heer nur aus Kavaliere, so konnte man mit 30 bis 40 km/Tag rechnen, bei zeitweisem Trab mit 45 km/Tag. Eine kleinere Gruppe guter Reiter auf ausgeruhten Pferden schaffte über Tage hinweg bis zu 60 km/Tag. Marschierte man durch eigenes Land, hatte man mit der Versorgung weniger Probleme, brach der Winter ein oder die Pest aus, wirkte sich dies wiederum anders aus. Die erste wirklich verlässliche Aufzeichnung über Heeresgeschwindigkeiten kommt aus dem Jahre 1469 v. Chr.. Dort ließ Thutmoses III. seine Leute 25 km/Tag latschen, und das war sauschnell. Die ollen Römer zum Beispiel wussten genau, welche Strecke wie viel Zeit brauchte. Für die Strecke Köln-Rom brauchte man 15 Tage, für Rom-Antiochia 124 Tage. Das entspricht etwa 30 km/Tag und ist noch schneller als bei Thutmoses III., allerdings eben nur auf den tollen römischen befestigten Straßen. Abseits davon konnte es ziemlich zäh werden.
Streitwagen waren dabei übrigens wiederum eher kein Hindernis, selbst dann nicht, wenn das Gelände unwegsam wurde. So ein Streitwagen wog gerade mal 45 Kilo, genug also, um einem Pferd oder einem Sklaven oder Soldaten aufgeladen zu werden, und das schon bei den ollen Assyrern und ihren Vorgängern. Da ein Hauptvorteil der Streitwagen ihre Schnelligkeit war, ist es klar, dass man sie möglichst leicht hielt.
Es gab sogar eine Gruppe von Leuten, die Wagen – nicht Streitwagen, sondern normale Transportwagen, zum Hauptbestandteil ihrer Verteidigungsstrategioe machten. Wer nämlich glaubt, eine Wagenburg sei immer eine Improvisation zur Verteidigung, irrt. Die Hussiten unter Jan Zizka (über die Z gehören Häkchen, aber der Zeichensatz im Internet ist nun mal begrenzt) konnten das mit der Improvisation wohl recht gut. Sie stellten gut geübt innerhalb kürzester Zeit Wagenburgen aus bis zu sechshundert Wagen zusammen, die nach einem festen Muster zusammengefügt waren, sehr guten Schutz lieferten, auf dem freien Feld kaum zu besiegen waren und die Reiterreserve solange in sich schützten, bis sich die Gegner oder deren Pferde müde gelaufen hatten und sie einen Ausfall starteten - in der Regel recht schnell und erfolgreich. Man konnte sie nicht mal bei der Rückkehr zwischen die Wagen verfolgen, denn das ausgeklügelte Wagensystem war so labyrinthartig angelegt, dass man da sicherlich nicht weit kam, zumal es wirklich genug Ecken gab, von denen aus ein Pfeil oder Bolzen abgeschossen werden konnte. Außerdem hatten die an den Seiten sehr verstärkten Wagen einen Drunter-Durchkriech-Schutz und waren durch starke Ketten miteinander verbunden. Sie trugen manchmal sogar eine Kanone. Durch die Hussiten wurden sie Wagenburgen im 15. Jahrhundert n. Chr. zu einem wichtigen Heeresbestandteil, und viele Formationen, Disertationen und Illusionen wurden um die Wagenburg als taktisches Instrument erdacht. Die Wagenburgen der Siedlertrecks im wilden Westen waren dagegen ein Witz.
Man feiert übrigens noch heute in Naumburg ein Fest, indem der Rettung der Stadt Naumburg vor den räuberischen Hussiten gedacht wird. Nun, liebe Naumburger Kirschfestfreunde, in Wirklichkeit waren die Hussiten nicht ein einziges Mal auch nur in der Nähe von Naumburg. Der Dichter August von Kotzebue schrieb zwar das Gegenteil, er irrte jedoch, denn nicht die Hussiten, sondern die Schweden belagerten Naumburg vergebens, und zwar anno 1642 n. Chr..
Eher problematisch waren die Pferde. Im Krieg sterben nämlich die meisten Pferde nicht in der Schlacht, wie man vielleicht glauben mag, sondern im Marsch. Pferdeschicksale im Krieg sind mitunter verdammt übel. Bei weitem die meisten Pferde im Krieg starben in Altertum und Mittelalter nicht in der Schlacht, sondern durch Überanstrengung und Unterernährung. Von den über 500.000 Pferden der Engländer im Burenkrieg starben zum Beispiel fast 350.000, davon nur zwei Prozent, also 7.000, in der Schlacht. Der Rest starb an Überanstrengung, weil man in großer Eile war und den Pferden die notwendigen Pausen zur Ruhe und zum Weiden nicht gönnte. Selbst die so genannten Remonten, also Pferdenachschub, der per Schiff kam, war oft in kaum besserem Zustand als die Pferde, die bereits in der Armee waren. Auch Attila könnte mit seinen Hunnen ein Pferdeproblem gehabt haben. Bis heute weiß man nicht so ganz sicher, warum er plötzlich abzog, aber man vermutet als eine Variante, dass ihm die Pferde einfach unter dem Arsch weggestorben waren. Die Hunnen hatten es nämlich unheimlich eilig, was die Pferde unglaublich anstrengte, des Weiteren hatte Attila keine Möglichkeit, Pferdenachschub zu bekommen. Ohne Pferde waren die Hunnen aber relativ wehrlos. Man bedenke, dass, was diese beiden obigen Beispiele angeht, die Weiden Südafrikas und Ungarns üppig waren, insofern waren die Umstände dort für die Pferde sogar noch einigermaßen günstig. Wie es zum Beispiel mit den Pferden im Kreuzzug ausgesehen haben muss, kann man sich da ja leicht ausmalen.
Nun will der Anonyme Christ nicht verschweigen, dass es mit den Menschen genauso war wie mit den Pferden. Auch, wenn viele das vielleicht nicht so ohne weiteres glauben wollen, aber im Krieg starben lange mehr Menschen durch Hunger und Krankheit als durch die Schlacht. Krieg hat viele Gesichter, und auch, wenn das bekannteste Gesicht das der Schlacht ist, so sind Hunger und Krankheit, Armut und übelste Hygienezustände ebenso schrecklich oder - wenn man die reine Anzahl der Toten nimmt - sogar schrecklicher, zumal hier die Zivilbevölkerung leidet. Im amerikanischen Bürgerkrieg beispielsweise starben doppelt so viele Menschen durch Krankheit und Entbehrung wie durch direkte Kampfhandlungen, und dieses Verhältnis gilt seit alters her. Der Burenkrieg war der letzte Krieg, bei dem durch mangelnde Hygiene und Ernährung mehr Menschen starben als durch den Kampf. Erst seitdem steigt die Rate der direkt durch den Gegner getöteten Leute über fünfzig Prozent.

Wichtig war und ist natürlich bei Heeresbewegungen auch, was die Soldaten denn so bei sich trugen. Folgendes: Seit römischen Zeiten, so ist zumindest eine Aussage des ollen Römers Vegetius aus dem 4. Jahrhundert nach Christi Austragung zu interpretieren, liegt das Gewicht, dass ein Soldat auf dem Marsch tragen kann, bei guten dreißig Kilo. Dieses Gewicht trugen die Römer, dieses Gewicht trugen die Engländer im ersten Weltkrieg, und dieses Gewicht trägt man heute. Selbst bei Elitetruppen lässt sich dieses Maß nicht erhöhen, wie die Engländer im Falklandkrieg bemerkten, nachdem sie ihren Leuten zu viel aufgeladen hatten. Gut die Hälfte des Gewichts geht für Waffen und (Aus-)Rüstung drauf.

Wenn der Rest komplett aus Proviant besteht, kann der Soldat also maximal für zehn Tage Proviant mit sich führen, denn er braucht an Marschtagen locker anderthalb Kilo am Tag zum Futtern. Natürlich kann man sich Proviant von der Zivilbevölkerung holen, indem man plündert. Dummerweise weiß die Zivilbevölkerung das und versteckt ergo ihre Vorräte, auch die Lebenden, z.B. Rinder. Jagen und Sammeln brauchen viel Zeit, sind also in der Regel keine Alternativen, vor allem natürlich nicht bei größeren Truppen. Die beste Methode ist die von Wellington, der mit vielen Münzsäcken winkte und so die Zivilbevölkerung veranlasste, ihm Nahrungsmittel zu verkaufen. Dummerweise hat diese Methode einen gravierenden Nachteil: Man muss stinkreich sein, um sich dies leisten zu können. Die einzige wirklich realistische Methode ist die der Versorgungsstationen, da gibt’s nix.

Und was, wenn man auf dem Weg auf einen Fluss stieß? Nun, wer meint, angesichts eines solch mickerlichen Wässerchens wie des Rheins werde eine gute Armee kehrt machen, irrt. Wo es heute Brückenpanzer gibt, also Panzer mit sozusagen ausfahrbarer Brücke, mit der man kleinere Gewässer überwinden kann, gab es früher und gibt es auch heute noch Brückenboote. Das sind kleine Floße, die verdammt gut schwimmen (logisch, darum heißen sie ja Boote). Zwischen ihnen legt man nun eine Art Holzweg von Boot zu Boot und hat schon eine Brücke. Es gibt natürlich Widrigkeiten wie zum Beispiel Stromschnellen oder besonders starke Strömung, die den Einsatz von Brückenbooten unmöglich machen. Oder zum Beispiel, wenn den Fluss eine meterdicke Eisschicht bedeckt.

Am einfachsten war es natürlich, ein paar Meter weiter über die komfortable Brücke zu gehen, vorausgesetzt, man war sicher, dass der Feind dies nicht erwartete. Das bringt den Anonymen Christen auf eine Anmerkung von der Leserin dieser Website Animal Mother, welche sagte, der Gleichschritt sei auf Brücken unter Umständen der sichere Tod. Durch die Gleichförmigkeit der Schritte von vielen hundert Füßen würden manchmal Brücken an zu schwingen anfangen und sich so kaputtschaukeln. Bei der Bundeswehr sei es deshalb so, dass bei Brückenüberquerungen kein Gleichschritt gelaufen wird. Nun, liebe Bundis, der Anonyme Christ hat da mal recherchiert und kann Euch sagen, dass es überhaupt kein Problem ist, im Gleichschritt über Brücken zu gehen. So gleich kann Euer Schritt gar nicht sein, dass ihr es schafft, eine Brücke auf diese Weise kaputt zu bekommen.
Gleichschritt ist aber ohnehin bei weitem nicht so selbstverständlich, wie man immer denkt. So stellt man sich ein altrömisches Manipel immer im Gleichschritt marschierend vor, diszipliniert und gedrillt. Aber es stimmt nicht: Die Römer kannten keinen Gleichschritt. Das tat ihrer sonstigen Disziplin keinen Abbruch, doch war ein römischer Legionär noch vielmehr Individualist als beispielsweise ein Preuße. Während nämlich bei letzterem jede Handbewegung genau gleich war und auch die Höhe und das Ziel seines Schusses befohlen waren, war der olle Römer sozusagen noch Herr seines eigenen Wurfspießes und suchte selbst aus, in wem er diesen versenken wollte. Die Anfänge des Exerzierens gehen vielleicht schon auf die Perser zurück, allerdings ist man sich da nicht so ganz sicher. Umso sicherer ist, dass das Exerzieren eine Spezialität Europas und seiner Kolonien war. Es gibt mehrere Dokumente, die erzählen, wie sich zum Beispiel asiatische Militärbeobachter beim Anblick exerzierender Europäer vor Lachen bepissten. Logisch: In Japan zum Beispiel galt der Kampf Mann gegen Mann, da wäre es keinem in den Sinn gekommen, zu exerzieren. So erntete der japanische Militärreformer Takashima nur Gelächter, als er ein paar Samurai das Exerzieren vorführte. Auch die Klephten, ein griechisches Bergvolk, weigerten sich lachend, sich von den Mitteleuropäern das Exerzieren beibringen zu lassen. Exerzieren also ist erst eine Sache der letzten vierhundert Jahre.

Sprichwörtlich für ihre Perfektion im Exerzieren und ihre hervorragende Disziplin sind ja die ollen Preußen gewesen, sozusagen die perfekten Soldaten. Doch der Glaz der preussischen Armee schwindet bei näherem Hinsehen. Zwischen 1756 und 1763 n. Chr. verlor die preußische Armee über 1.600 Soldaten durch Desertation, weitere 130 begingen Selbstmord, 30 wurden hingerichtet, weil man sie bei einer der zwei vorgenannten Tätigkeiten erwischt hatte. Viele auch ranghohe preußische Offiziere waren 1760 n. Chr. in der Schlacht bei Prag hinter einem Hügel in einem sicheren Wald zu finden, aus dem sie erst nach Ende der Schlacht hervorkamen. Der vorbildliche preußische Soldat zu Zeiten Friedrichs des Großen ist nur eine Legende, denn die enorme Desertationsquote und die vielen Prozesse seiner Zeit sprechen eine deutliche Sprache. Der preußische Soldat war diszipliniert durch Prügelstrafe und Spiessrutelauf, nicht durch Pflichtbewusstsein im positiven Sinne.

Eine andere legendär brutale, aber auch angeblich legendär disziplinierte Truppe war angeblich die Waffen-SS der Nazis. Man bekommt heute noch im Geschichtsunterricht manchmal erzählt, es habe sich dabei quasi um eine Elitetruppe gehandelt. Doch wenn es eines gab, was die SS nicht war, dann das. Die SS, nicht umsonst Schutzstaffel genannt, war eine Miliz zur Erfüllung von Polizeiaufgaben und zur Hinrichtung wehrloser Zivilisten. An die Front gehörten solche Leute jedenfalls nicht, wie die schmähliche Flucht der gesamten SS bei der Schlacht von Salla zeigte.

Wie der Gleichschritt, so auch die Uniform. Zierde empfand man früher weniger in der Einheitlichkeit und der Zuordnungsfähigkeit zu einer ganz bestimmten Truppe allein schon aufgrund der Optik als in der Demonstration persönlichen Erfolgs. Will heißen: Früher musste sich ja jeder Soldat seine Waffen selbst mitbringen, und ebenso war es mit der Rüstung. Vor allem aber glaubte man immer, dass ein Soldat, so er in von ihm selbst ausgewählter und vielleicht sogar erbeuteter Kleidung kämpfte, mit größerer Freude andere Menschen abschlachtete als ein Uniformierter. Kleidung ist ein Statussymbol, früher wie heute, und nicht umsonst haben sich früher Soldaten in ihre Hosen Schlitze geschnitten, damit man den wertvollen Seidenstoff darunter sehen konnte, den sie erbeutet hatten. Selbst die alten Römer waren, was die Kleidung der Soldaten unter den Rüstungen anging, sehr liberal. Doch gab es einige Ereignisse, die Uniformen unumgänglich machten, zum Beispiel erkannte man irgendwann, als man Feuerwaffen statt Nahkampf einsetzte, dass man Freund und Feind auf die Distanz nicht mehr unterscheiden konnte. Das war eine Schwierigkeit, die schon in den ersten Schlachten des amerikanischen Bürgerkrieges zu heillosem Chaos geführt hatte. Außerdem trat das Individuum immer weiter hinter der Gruppe zurück. Musketiere, die nicht alle Handgriffe genau gleichzeitig machten (und im Exerzierbuch von Moritz von Oranien von 1607 n. Chr. gab es deren 74), liefen Gefahr, in Kettenreaktionen von Pulverexplosionen in Rauch aufzugehen, wenn nicht alles haargenau gleich ablief. Äußeres Zeichen dieser „Nicht-Individualität“ war die Uniform. Heutzutage sagt die Uniform eines Soldaten extrem genaues über ihn aus, seine genaue Truppenzugehörigkeit und Spezialisierung, seinen Rang, seinen Namen, seine Ausrüstung und wann er das letzte Mal Stuhlgang gehabt hat. Auch über den Vitalzustand des Soldaten lässt sich vieles ablesen. Merke: Ist die Uniform rot und durchlöchert, so ist der innen liegende Soldat inaktiv.

Aber der Anonyme Christ schweift ab, wir waren noch bei der Schnelligkeit von Heeresbewegungen. Wichtig war natürlich auch, was man so an Kanonen mitbringen wollte. Nun sieht man ja oft im Film Kanonen, die auf Rädern gefahren werden, aber dieser Geistesblitz traf die Menschheit erst sehr, sehr spät. Klar, das Rad war schon erfunden, aber die intelligente Idee, eine Kanone auf eine so genannte Protze zu stellen und somit das Gesamtwerk aus Kanone und Protze Lafette zu nennen, kam erst in der Zeit Karls des Kühnen. Das war Mitte des 15. Jahrhunderts n. Chr., wie der Leser dieser Website Seegras bestätigte, und erhöhte schnell die Bedeutung der Kanone noch mehr. Normalerweise hatte man Kanonen bis dahin auf eigenen und von vielen Pferden gezogenen Wagen transportiert, zur Schlacht hinuntergehievt, auf ein Gestell montiert oder gar ihr Hinterende in Mutter Erde eingebuddelt, sich mit dem Gegner geprügelt, nach der Schlacht das Rohr wieder abmontiert, es verladen und es nach Hause gefahren. Nun heißt die Erfindung der Lafetten nicht, dass es ab dann keine auf die oben beschriebene Weise behandelten Kanonen, so genannte Legestücke, mehr gab. Im Gegenteil: Die richtig dicken Wummen, die so genannten Hauptbüchsen, waren weiterhin Legestücke, doch waren sie halt bei weitem nicht so flexibel und schnell (auch im Falle eines Rückzugs) wie die Lafetten. Oft ist auch mit dem Begriff der Lafette nur der Wagen selbst gemeint, welcher zunächst nur eine Höheneinstellung, später dann als Blocklafette auch eine Seitwärtsstellung erlaubte - nur für den Fall, dass der Gegner nicht stillhielt. Wirklich effizient konnten Lafetten erst werden, als man wieder gusseiserne Kanonen fertigte und somit die Schildzapfen anbringen konnte, mit denen man die Kanone auf die Lafette auflegen konnte. Der erste richtig erfolgreiche Feldzug mit Lafetten war der von Karl VIII. gegen die Italiener 1494 n. Chr.
Man musste natürlich auch Schiesspulver in rauen Mengen mitnehmen, aber wer meint, dass an dieser Stelle möglichst feines Schießpulver am besten war, irrt. Feines Schiesspulver hat nämlich den Nachteil, dass die schwereren Anteile, also Schwefel und Salpeter, im Pulverfass nach unten sinken, während der leichtere Anteil der Kohle nach oben transportiert wird. Man musste also vor der Schlacht das Pulver im Fass neu mischen. Für die, die es immer noch nicht kapiert haben: Es ist ein VERDAMMT riskanter Job, in einem Pulverfass herumzurühren! Ein bisschen Pech, und schon fetzte man in schönster Technomanier durch die Gegend. Auch werden durch die etwas langsamere Explosion grobkörnigen Pulvers die Waffen geschont. Fazit: Grobkörniges Schiesspulver bleibt vermischt und wirkt besser. Und schont die Nerven.
Kommen wir zum Tross der Armee. Es ist ein nämlich grundlegender Irrtum, dass es Frauen in der Armee nur in Demi-Moore-Filmen gibt. Oder nur in moderner Zeit. In allen Zeitaltern außer unserem jetzigen waren Frauen ein superwichtiger Bestandteil jeder Armee, denn sie kümmerten sich hinter den Linien um Verpflegung, Verletzte und Moral der Truppe, während sich die Männer an der Front austobten. Gut ein Fünftel der Ausgaben eines Feldzugs entfielen auf den Tross an Weibsvolk und anderem Volk. So manche Frau reiste mit ihrem Mann, der Söldner war. Bade- und Waschzuber, Töpfe und so manch anderes Gerät teilten sich die Frauen auf dem Feldzug, so dass eine gute Kameradschaft entstand. Aufzeichnungen von einem Armeetross aus der Nähe Ulms aus dem Jahre 1650 n. Chr. besagen beispielsweise, dass den 368 Reitern 66 Frauen und 78 Mädchen folgten, und natürlich noch der ganze Rest des Trosses, Reiterbuben, Kinder und und und. Der Tross der 40.000 Mann starken kaiserlich-bayerischen Armee bestand aus gewaltigen 100.000 Leuten, und auch hier durfte der Frauenanteil recht hoch gewesen sein. Ergänzend merkte der Leser dieser Website Theryn an, dass Germanen oft mit ihrem ganzen Hausrat in den Krieg zogen. Der Befehlshaber über den Tross war übrigens der so genannte Hurenwebel oder Hurenweibel. Er hatte sehr umfangreiche Aufgaben in Koordination und Logistik und war hoch bezahlt. Im 14. und 15. Jahrhundert waren Sudlerinnen und andere Trossweiber selbstverständlich. Diese waren ja teilweise Verwandte der Söldner und hatten, wie der Leser dieser Website Seegras ergänzte, auch noch die Aufgabe, schon während der Schlacht mit dem Plündern anzufangen.
Tacitus beschrieb nach Angaben des Lesers Theryn eine Schlacht an der Südspitze der Alpen, die Germanen waren gefährlich weit in Italien einmarschiert und die Römer waren in arger Bedrängnis. An einer Stelle hatten die Römer jedoch eine schwer einzunehmende und gut zu schützende Stadt stehen, an der die Germanen vorbei mussten, zumal die Vorräte sehr knapp waren. Eben das kam den Römern zugute. In der Schlacht wurden die Germanen vernichtend geschlagen, doch der für dieses Thema eigentlich wichtige Punkt ist, dass viele den Tod fanden, weil sie ihr Heil in der Flucht gesucht hatten. Die germanischen Frauen haben kurzerhand ihre eigenen Männer erschlagen und anschließend die eigene Brut sowie sich selbst umgebracht. Ob das wirklich stimmt, kann man nicht sagen, auch nicht, weshalb sie das getan haben sollen.
Keltische Frauen kämpften übrigens auch oft mit - ihre germanischen Kolleginnen eher selten -, keifend, kratzend und wüst schimpfend. Psychologische Kriegsführung in einer besonders gemeinen Ausprägung also; Miss Piggy auf dem Schlachtfeld. Ganz speziell gab es auch zwei Varianten von kämpfenden Frauen, wie der Leser Seegras aufteilte: Die Familie des Geschützmeisters war oftmals bei der Bedienung der Kanonen dabei, darunter auch Frau und Töchter. Und als zweite Variante gibt es in Städten ein Zunftaufgebot, wo jede Zunft eine bestimmte Menge Leute aufzubieten hatte. Bei den Spinnerinnen, die natürlich gar keine Männer in der Zunft hatten, führte dies dazu, dass diese entweder Männer an Ihrer Stelle bezahlen mussten, oder, wenn sie das Geld nicht hatten, selber an die Hellebarde mussten. Selbstverständlich aber nicht etwa in Hosen, sondern mit langem Rock und Haube.
Eine interessante Frage im Zusammenhang mit der Logistik des Krieges ist die, wo auf der Welt es denn Krieg geben kann. Krieg gibt es überall auf der Welt, wird der philosophisch angehauchte Leser nun vielleicht seufzen. Philosophisch betrachtet mag das ja auch richtig sein, aber geographisch nicht, denn im Grunde eignet sich überhaupt nur ein sehr kleiner Teil der Erdoberfläche zum Krieg. Beispielsweise sind Gebirge in aller Regel nicht geeignet, Schlachten zu schlagen. Zwar gibt es Gebirgsjägerstaffeln, allerdings ist ihre Bedeutung sehr klein, denn die wirklich großen Zusammenstöße finden auf der Ebene, im seichten Hügelland oder auf dem Ackerland statt. Im ewigen Eis ist es ebenso kaum möglich, große Schlachten zu schlagen wie in der Sandwüste. Außerdem eignet sich noch lange nicht jedes Land für jede Art der Kriegsführung. So drangen die Reitervölker, die Europa immer wieder überfielen, in der Regel nicht in die zerklüfteten Gebiete zum Beispiel von Griechenland ein, weil sie dort ihrer gewohnten Strategie nicht folgen konnten. Oder nehmen wir Japan: Dort gab es noch nie besonders tolle Reitertruppen, und warum? Weil gerade mal sechs Prozent Japans überhaupt normal bewohnbar sind, alles andere ist zerklüfteter Fels und somit für Reiterei nicht geeignet. Der Indianerstamm der Seminolen hat dem weißen Mann deshalb so viele Probleme bereitet, weil er sich auf ein Gebiet spezialisiert hatte, auf dem die amerikanische Kavaliere und auch die Infanterie nicht bzw. kaum kämpfen konnte, nämlich den Sumpf. Auch für den Seekrieg gilt das Gesagte. An einigen Ufern kann man Seekriege führen, an anderen, zum Beispiel nahe Klippen mit gefährlicher Brandung, geht das nicht. Fazit: Es gibt nicht überall auf der Welt Krieg. Der Geist ist willig, aber das Land gibt es nicht her.
Der Vollständigkeit halber seien hier noch Orte erwähnt, in denen man kämpfen könnte, es aber ungern tat, zumindest früher. Heute macht keine Armee wirklich mehr Halt vor Kirchen und Krankenhäusern. Das liegt zum einen daran, dass einem sowieso nichts mehr heilig ist, und zweitens daran, dass eben deshalb viele Verteidiger genau dort ihre Waffen und ihre Munition verstecken, im Glauben, dass der Gegner dort nicht anzugreifen wage. Hospitäler waren früher auch in der Tat eher Orte, an denen nicht gekämpft wurde, doch Kirchen waren schon immer heiß umkämpft. Der Grund: Oft genug war die Kirche der einzige massive Steinbau in einer Ortschaft, darum konnte man sich darin herrlich verschanzen. Vielleicht spielte noch eine Rolle, dass man sich dort Gott näher fühlte und meinte, er könne einem beim Kampf helfen. Wen wundert es da, dass man irgendwann sogar speziell für Verteidungszwecke ausgerüstete Kirchen baute, wie der Leser dieser Website FloG ergänzte. Man nannte diese Kirchen Wehrkirchen. Dahinein zog man sich im Angriffsfall zurück. Und natürlich nahm man oft die wichtigsten Wertsachen mit; Grund genug also für Angreifer, auch mal so ein Teil anzugreifen, findet FloG.
Bevor wir dieses Kapitel verlassen, sollten wir uns fragen, warum es denn Krieg und Schlachten eigentlich gibt. Die Antwort ist einfach, unmenschlich und deprimierend: Weil es sich lohnt. Und weil der Mensch gewalttätig veranlagt ist. Der Anonyme Christ ist sich der Tatsache bewusst, dass diese seine Aussagen Diskussionsstoff beinhalten. Dennoch gehört diese Passage hier hinein. Filme, Bücher und Rollenspiele spielen nun mal oft in einer idealisierten Welt, haben eine oft klare Ausrichtung, wer die Guten und wer die Bösen sind und finden in einer imaginären Gesellschaft statt, die so nicht funktionieren würde. Es ist schlichtweg ein Irrtum, zu glauben, dass Krieg nie lohnt, so grausam es ist. Es geht dabei um wirtschaftlichen Nutzen. Blut gegen Öl ist eine Parole, die durchaus stimmig ist, zumindest für Politiker mit entsprechend dürftiger ethischer Veranlagung. Man muss bedenken, dass die letzten fünftausend Jahre der Krieger immer ein ehrenvolles und besonders geachtetes Mitglied eines Volkes war. In primitiven Völkern ist das auch heute noch so: Die Frage, ob ein amerikanischer Präsidentschaftskandidat beim Militär gewesen war oder nicht, kann Wahlen entscheiden. Es gibt zum Beispiel viele Theorien, warum die Steppenvölker aus Asien immer wieder unvermittelt in Europa einfielen, aber keine Einzige ist haltbar, bis auf eine, die einfachste: Sie hatten gemerkt, dass es sich lohnte. Sie waren ohnehin Nomaden, und wenn da ein paar relativ wehrlose europäische Bauern mit ihren saftigen Ackern herumsaßen, war es für diese Völker schlicht und ergreifend einfacher und lohnender, diesen Bauern mit einem Pfeil zu spicken und von seinem Besitz und seiner Familie zu nehmen, was und wenn sie brauchten. Nun wurden Kriege erst durch die Erfindung von Feuerwaffen derart verlustreich, dass der Sieg oft um einen zu hohen Preis erstritten war. Vorher lag bei der griechischen Phalanx die Gefallenenquote selbst beim Verlierer unter fünfzehn Prozent pro Schlacht. Inzwischen ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis bei Kriegen ein anderes, und das früher völlig probate und normale Mittel Krieg ist zu einem verabscheuenswürdigen Begriff geworden, was die Schwelle, einen Krieg zu führen, erhöht, aber noch lange nicht den Krieg verhindert, denn dass es sich lohnt, stimmt oft sogar heute noch. Die USA zum Beispiel sind ein Land, das seit Bestehen exakt zwei Jahre lang keinerlei Beteiligung an irgendeinem gewalttätigen Konflikt zeigte, und sie ist einer der wirtschaftlich und politisch mächtigsten Staaten der Erde. Die World Domination Tour der USA hat also definitiv gefruchtet. In letzter Zeit erst versucht man sich in Beschränkungen des Krieges durch globale Gesetze wie Völkerrecht oder die Genfer Konventionen und geht gemeinsam gegen unprovozierte Kriege vor. Erst jetzt mit der Ächtung des Krieges könnte zum ersten Mal am Horizont die Hoffnung auftauchen, dass es vielleicht irgendwann gar keine Kriege mehr gibt, denn das Risiko, als Kriegstreiber von anderen Staaten weltweit geächtet zu werden, ist hoch. Der Mensch ist allerdings ein potentiell gewalttätiges Wesen, selbst dann, wenn es immer nur eine Minderheit ist, die dieses Gewaltpotential verwirklicht. Eine Frage bleibt: Was, wenn heutzutage ein solcher Gewalttätiger zu viel Macht bekommt?
Aber lohnt sich der Krieg auch für die Menschheit an sich? Also nicht für einen Staat, sondern für alle? Noch heikler, diese Frage. Der Anonyme Christ wird daher auch keine These in den Raum stellen, die er bis auf das Letzte verteidigen will, sondern einfach mal ein paar Aspekte nennen, über die er im Rahmen seiner Recherchen gestolpert ist. Weltweit gibt man für die Ausbildung von Soldaten fünfzig Mal mehr aus als für die Schulbildung von Kindern. Fakt ist, dass eins von drei Kindern unter fünf Jahren auf der Welt unterernährt ist und dass pro Minute ein Kind und zwei Erwachsene an Hunger sterben, dass aber gleichzeitig pro Minute weltweit 2.700.000,- Euro für das Militär ausgegeben werden. Rechnet man die innenpolitischen Ordnungsfunktionen außerhalb von Militärdiktaturen ab, käme man auf sagen wir mal 2.200.000,- Euro pro Minute. Pro Arzt gibt es weltweit gesehen acht bis neun Soldaten, 87 Prozent der Rüstungsausgaben tätigen dabei übrigens die Industriestaaten. Was wäre, wenn all diese Mittel in die Ernährung, Ausbildung und Medizin fließen könnten? Klingt zunächst mal toll. Doch denken wir weiter: Das größte globale Problem, welches viele andere so genannte Weltprobleme verursacht, dürfte die Zunahme der Weltbevölkerung sein, in den Industriestaaten durch immer höhere Lebenserwartung und in den ärmeren Ländern durch die rasante Vermehrung. Immerhin hat sich die Weltbevölkerung im 20. Jahrhundert n. Chr. locker verdreifacht. Diese rasante Vermehrung schließt die vielen verhungerten Kinder, AIDS und Kriege bereits ein. Das heißt: Selbst abzüglich dieser Katastrophen ist die Vermehrung so rasant. Wie wäre es erst ohne Kriege, Seuchen etc.? Wie wäre es gar, wenn es diese Katastrophen nie gegeben hätte, von der Steinzeit an gerechnet? Es würde unglaublich eng auf der Welt.
Populationen aller Art begrenzen sich irgendwann selbst, sei es durch weniger Fortpflanzung, sei es durch Krieg. Dies darf aber in keinem Fall heißen, dass Kriege nützlich oder irgendwie rettend für die Menschheit an sich sind, denn nicht die große Anzahl der Menschen im Vergleich zur kleinen Anzahl an Ressourcen ist ausschlaggebend, sondern deren Verteilung. 2.250.000 Leute arbeiten heutzutage in der Forschung, 500.000 davon in der militärischen. 500.000 Leute geballte Brainpower, die die logistischen, technischen, energetischen und ökotrophologischen Probleme vielleicht gut lösen könnten, die sich ergäben. Dieses Geld wäre besser investiert als die 22.000.000.000,- Euro jährlich, die die EU für die Lagerung von Butter- und Fleischbergen und deren Vernichtung ausgibt. Die UN weist darüber hinaus fast ganz Afrika als Nahrungsmittelüberschussgebiet aus, kein Scherz. Doch wird dort nicht Nahrung für die Bevölkerung angebaut, sondern Cash Crop, also Nahrung für andere, die im Luxus leben. Auch dies könnte man anders machen - theoretisch.
Doch Pflugscharen statt Schwertern, Entwicklungshelfer statt Soldaten, Transporter statt Bomben? Das klingt unrealistisch. Ist es auch, und genau da ist das Problem. Das System der universellen gerechten Verteilung und der globalen Gemeinschaft, das der Anonyme Christ hier ansatzweise beschrieb, hat einen Namen: Globaler Kommunismus. Doch Kommunismus kann nur funktionieren, wenn niemand auf seinen persönlichen Vorteil bedacht ist, und genau dies ist komplett unrealistisch. Wer Verantwortung übernimmt, Leistung erbringt, produktiv ist, will logischerweise auch dafür entlohnt werden. Schon beginnt die Spirale, sich zu drehen. Wer entlohnt wird, nutzt diese Mittel, um noch mehr zu erreichen, diese neuen Mittel setzt er dann wieder ein und so fort. Was er für sich bekommt, muss anderen fehlen. Wo zum Beispiel 26 Prozent der Weltbevölkerung in den Industriestaaten 78 Prozent der Produktion in der Hand haben und auch die entsprechenden Ressourcen verbrauchen, die anderen dann global gesehen fehlen, kann keine globale Gerechtigkeit mehr stattfinden, denn diese 26 Prozent würden doch nicht so einfach für die anderen auf ihre 78 Prozent verzichten, die ihren Lebensstandard sichern. In den ärmeren Staaten ist es ebenso. Äthiopien beispielsweise ist nicht so arm, wie es scheint, doch halten nur einige wenige Leute das Kapital in der Hand. Der Rest verhungert. Nun ist der Anonyme Christ nicht der Anonyme Kommunist, denn er weiß, dass Kommunismus eben nur theoretisch funktionieren kann, nie praktisch. Heutige kommunistische Staaten demonstrieren eindrucksvoll, wie schlecht Kommunismus in der Praxis läuft. Doch mal ehrlich: Würden alle mit aller Kraft für die Gemeinschaft schuften, ohne auch nur einmal an sich selbst zu denken, wäre dies wirklich eine tolle Sache. Klingt unrealistisch, gell? Eben.
Darum entstand der Kapitalismus als gegenteiliges System auch viel früher, denn er basiert genau auf dem, was der Kommunismus leugnet, nämlich dem Eigeninteresse, dem Bestreben, eigene Vorteile gegenüber anderen Menschen oder aber anderen Gemeinschaften zu erlangen. Diese Gemeinschaften, ursprünglich gewachsen aus Stämmen heraus, sind Staaten. Wo Staaten sind, ist Konkurrenz zwischen den Staaten, genauso wie bei zwei nebeneinander liegenden Bäckereien. Die Konkurrenz zwischen Staaten ist ungleich härter, denn zwei rückhaltlos und selbstlos befreundete Staaten ohne jeglichen Vorbehalt gegeneinander gibt es nicht. Darum wird der Fortschritt - auch und gerade der militärische - gefördert. Die These des Anonymen Christen ist daher: Der Fortschritt gewinnt immer. Was technisch machbar ist, wird gemacht. Immer. Die Möglichkeiten der Gentechnik, der Biochemie, der Globalisierung, der Nanotechnologie werden genutzt werden, Ethik und Fundis hin oder her. Dies gilt uneingeschränkt auch für die militärischen Möglichkeiten neuer Technologien, denn die Staatenkonkurrenz, auf Eigennutz bauend wie der Kapitalismus auch, ist beileibe nicht der beste Weg, aber der nicht umsonst historisch gewachsene und vor allem der einzig praktikable. Abschwächungen wie die soziale Marktwirtschaft tun da gut, doch können sie nur die Nachteile bremsen oder verteilen, nicht aber blockieren. Und Krieg? Krieg ist leider ein Teil dieser vermaledeiten Staatenkonkurrenz, darum wird er ebenfalls immer gegenüber der Ethik gewinnen – zumal der Mensch an sich gerne gewalttätig ist. Fazit: Ja, theoretisch ginge es den Menschen besser ohne Krieg. Und nein, diese Theorie lässt sich nicht in die Praxis umsetzen.
Obwohl: Vielleicht wird die zunehmende Ächtung des Krieges irgendwann dazu führen, dass Triebstreiber sofort derart isoliert sind, dass Krieg sich nicht mehr lohnen kann und deshalb nicht mehr vorkommt. Eine sehr vage Hoffnung allerdings, die eben leider auch unter anderem voraussetzt, dass die Wachstumsproblematik anderweitig gelöst wird und die Regulierung der Population Mensch auf ein vernünftiges Maß nicht durch Kriege stattfindet. Ein unmögliches Szenario? Nun, mal sehen, ob die Amerikaner es irgendwann einsehen. Oder die Iraner. Oder die Russen. Oder – und das ist die größte Bedrohung von allen – die Chinesen.
Mit diesen skandalösen Thesen beendet der Anonyme Christ dieses Kapitel. Wer richtiges Kämpfen will, also mit Nahkampfwaffen, Fernkampfwaffen, modernsten Waffen oder eben die Schlacht oder Belagerung, möge dort nachsehen.

Mehr zum Thema:

  • Von der Feldschlacht und den Soldaten Anfangs dieses Kapitels können wir uns eine kleine Pause gönnen und uns die Schlachtaufstellung ansehen, bevor wir dann mit Gebrüll in die offene Feldschlacht ziehen.
  • Von Rüstungen und Schilden Während wir in den Kapiteln, die sich mit Nahkampfwaffen oder Schusswaffen beschäftigen, über so genannte Trutzwaffen reden, geht es in diesem Kapitel um so genannte Schutzwaffen, nämlich im Groben um Rüstungen einerseits und Schilde andererseits.
  • Von ABC-Waffen und Massenvernichtungsmitteln Albert Einstein wurde einmal gefragt, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg - so er denn komme - wohl gefochten werden wird.

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