«Zurück •  Startseite / Index •  Suchen •  Impressum •  Gästebuch •  About •  Anmelden • Aus den Irrtümern » der Weiberei » der Hexe »

“Gewidmet der Hexe“

Hexen. Nix hat je zu so vielen Fehlinterpretationen, Verwexlungen und Absurditäten geführt wie die Hexen. Der Versuch der Hexenvernichtung legte eine Zeitlang Hand in Hand mit der Pest halb Europa lahm. Man murkte jeden ab, der auffiel, im Wahn, dass Luzifer Einzug halten könnte bxw. gehalten hat und nun vernichtet werden müsse. Der Gegner der Hexe ist der Inquisitor, dem hier ein Kapitel gewidmet ist, doch auch der Emanze ist der Hexenberuf nahe, denn das Bemühen um Selbständigeit und Gleichberexigung hat zu so mancher Hexereibezichtigung geführt. Luzifer auf der Erde, das war auch ein Thema dem Exorzisten, dem in der Rubrik Mystik ein Kapitel gewidmet ist.

Keine Kategorien

Seite 1 von 212Nächste»

Irrtum#457: Hexen arbeiten im Geheimen.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Hexen waren für die Kelten böse Zauberweiber, die aber durchaus nicht nur mit irgendwelchen heimlichen Tricks Leute verhexten, sondern zum Beispiel in der Schlacht gegen Artus’ Leute recht heftig zuprügeln konnten. Dort trugen sie sogar Ritterrüstungen, verzaubert und somit fast unzerstörbar. Der Held Peredur hatte so seine Mühe, der hysterischen Schar Herr zu werden, und … [weiterlesen]


Irrtum#518: Hexen und Heilkundige versuchen, die Schulmedizin zu untergraben.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Ja. Nein. Äh. Schon, aber umgekehrt war es schlimmer. Also Folgendes: Da Ärzte sich aus katholisch-tabudenkerischen Gründen bis ins 13. Jahrhundert hinein nicht allzu intensiv mit dem weiblichen Körper beschäftigen durften, hatten heilkundige Frauen auf so manchem Gebiet der Medizin mehr Ahnung als die damals ohnehin nicht allzu hoch angesehenen Ärzte. Dann aber wurde in … [weiterlesen]


Irrtum#519: Es ist Sache des Exhorzisten, festzustellen, ob jemand verflucht ist oder nicht.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Ist es nicht; diese Aufgabe fiel den Ärzten zu. Sie wurden oft als Gutachter zu den Inquisitionsgerichten berufen, da es eine einfache und allgemeingültige Regel gab, welche genau klarstellte, wann jemand verhext war und wann nicht: Eine Krankheit, die ein Arzt heilen kann, ist keine Hexerei. Kann er die Krankheit nicht heilen, liegt ein Hexenfluch … [weiterlesen]


Irrtum#521: Hexen sind selten.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Die Zahlen sprechen dagegen, die Chronisten erst recht. Die Inquisition hat alleine in Deutschland zwischen 100.000 und 500.000 Menschen das Leben gekostet, sehr oft nach vorheriger Folter, meistens durch den Scheiterhaufen, die Glücklicheren starben durch die Garotte (die Würgeleine), bevor sie verbrannten, doch die meisten verbrannten bei lebendigem Leibe. Die Grausamkeit dieses Todes ist unbeschreiblich. … [weiterlesen]


Irrtum#523: Ein Hexenturm ist die Behausung einer mächtigen Hexe.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Ein Hexenturm ist in der Tat die Behausung von Hexen, jedoch nicht unbedingt freiwillig. In vielen deutschen Städten gab es seinerzeit einen sogenannten Hexenturm, dessen Verliese Heimat derjenigen Frauen waren, die man der Hexerei bezichtigte. Die Bedingungen waren grausig, denn die Zellen enthielten manchmal… nichts. Gar nichts, ein feuchtes, bitterkaltes Loch mit Schmutz und Kriechgetier … [weiterlesen]


Irrtum#528: Frauen können auf Kommando weinen.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Das gilt nur, wenn sie gerne eine neue Handtasche geschenkt bekommen würden und es auf konventionellem Wege nicht schaffen, ihren sozial integrativen Sexualpartner zum Kauf derselben zu bewegen. Ansonsten dürfte das mit dem Tränenvergiessen recht schwierig sein, denn auf Kommando so zu weinen, dass “echte” Tränen fliessen, ist sehr schwierig. Daher war eine sehr beliebte … [weiterlesen]


Irrtum#529: Eine Hexenschürze ist aus Stoff.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Kein bisschen. Die Untersuchung, ob eine der Hexerei verdächtigte Frau eine Hexe war, beinhaltete auch die Beschau der Hexenschürze. Eine Hexenschürze hat jede Frau, deren innere Schamlippen etwas über die äusseren Schamlippen hinausragen, also etwa die Hälfte aller Frauen. All jene Frauen waren per se schon der Hexerei verdächtig. Der Hintergrund war wahrscheinlich der, dass … [weiterlesen]


Irrtum#538: Mandragora ist dasselbe wie Alraune.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Alraune als besonders mystisch geprägte Pflanze ist den Rollenspielern dieser Welt irgendwie ans Herz gewachsen, doch benutzt man oft Alraune und Mandragora synonym. Daher ist Aufklärung von nöten: Also, Madragora ist eine ganze Familie von Pflanzen, deren berühmtestes Mitglied halt Alraune ist. Das besondere an der Alraune ist die verästelte Wurzel, die manchmal ein eine … [weiterlesen]


Irrtum#539: Um Alraune zu pflücken, muss man sich die Ohren verschliessen.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Wer eine Alraune pflücken will, muss nach Auffassung von Pythagoras (eines anderen Pythagoras als der mit der Gleichung über Rechtwinklige Dreiecke) unter Aufführung bestimmter Tanzschritte und Aussprache bestimmter Formeln gepflückt werden, und der obere Teil der Wurzel - der Kopf sozusagen - musste vorher schon entfernt werden. Noch interessanter als die Auffassung des Griechen ist … [weiterlesen]


Irrtum#540: Alraune entsteht nur durch den Samen Gehenkter.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Nicht nur, sondern auch durch deren Tränen. Erst im 16. Jahrhundert wurden erste Stimmen laut, die der Alraune ihre magischen Fähigkeiten absprachen. Daraufhin brach ein derartiges “Alraunefieber” aus, dass Herzog Maximilian von Bayern diese Pflanze 1611 verbot.


Seite 1 von 212Nächste»
Der Inhalt dieser Webseite ist urheberrechtlich geschützt! Die Verwendung, Verbreitung oder Wiedergabe von Texten, auch Auszugsweise, sowie Bildern und Grafiken dieser Seite ohne vorherige schriftliche Genehmigung durch den Autor ist ausdrücklich untersagt. Wenn du zitieren willst - bitte sei so nett und frag einfach vorher den Autor!

teucom.net ...denn teucom ist nett!
Hier gehts zu  Mittelalter Top 100 Listinus Toplisten BeliebtesteWebseite.de Mittelalter-Portal TempusPorta
//content