Irrtum#431: Mittelalterliche Strassen sind oft gepflastert.
Aktualisiert am 21. Juli 2008 von AliNö, eher selten. Das Leben in der mittelalterlichen Stadt war eine echte Schlammschlacht, denn die wenigsten Strassen waren gepflastert. Kopfsteinpflaster weckt zwar in uns eine eher mittelalterliche Assoziation, und auch Monumentalfilmregisseure zeigen gerne saubere, gepflasterte Strassen in ihren Werken, doch erst das Ende des Mittelalters und die Zeit der extrem reichen
Handelsstädte ab 13-1400 n. Chr. erlebten diesen Strassenausbau, so zum Beispiel Paris 1185, Prag 1331, Nürnberg 1368, Basel 1387 und Augsburg 1416. Hinzu kam das in Nummer 368, gewidmet dem
Stadtbewohner (
Volk), beschriebene
Problemchen. Alles in allem trug man damals nicht umsonst sogenannte Trippen oder auch Blocks, also eine Art Blöcke, die man auf der Strasse (besonders nach Regen) unter die Schuhe band. Mit diesen Trippen konnte man auf Treppen tappen, auch Truppen in den Tropen trabten mit Trippen, und wer einen Troppen trank und ohne Trippen tappte, konnte tippen, dass er nachher neue
Schuhe brauchte. Einige Städte erforderten sogar Stelzen (ehrlich!).
- Irrtum#233: Stadtmauern gibt es seit dem Mittelalter. Um fast zehntausend Jahre verschätzt man sich halt schnell.
- Irrtum#416: In der Stadt fühlt man sich immer irgendwie unfrei. Nicht ab dem 12.
- Irrtum#258: Ist die Stadtmauer erst einmal überwunden, kommt der einfache Teil für die Belagerer. Sollte man meinen.

