Irrtum#583: Das mit dem Sammeln von Ohren von Gefangenen oder Getöteten ist frei erfunden.
Aktualisiert am 21. Juli 2008 von AliPikanterweise nicht. Beginnen wir im ollen Ägypten: Da schnibbelte man oft den Gefangenen die… also man schnitt ihnen kurzerhand die… also jedenfalls ging das nur bei Männern, die waren ja auch die einzig w
ichtigen Gefangenen aus Sicht des damaligen
Feldherrn. Es kommt noch besser: Die abgeschnittenen Instrumente wurden zu Zählern geschafft, die diese dann schön einzeln zählten und somit ermittelten, wieviele männliche Gefangene man gemacht hatte. Alternativ schnitt man statt der Genitalien auch die eine Hand ab, was zwar kaum angenehmer war, dafür aber auch bei Frauen funktionierte. Die Israeliten zu Davids Zeiten schnitten nicht allen etwas ab, sondern nur den Herrschern, und zwar deren beide Daumen. Dadurch wurden die Herrscher symbolisch wie praktisch handlungsunfähig gemacht. Derartige Prozeduren sind recht brutal, insbesondere, wenn man bedenkt, daß die hygienischen Verhältnisse unter den Gefangenen Infektionen begünstigten. Wo
Penisse, Hände und Dauen abgeschnitten werden, ist es auch wahrscheinlich, daß das mit den Ohren nicht so ganz aus der Luft gegriffen ist. Und die vor allem keltische Sitte, daß Trophäen in Form von Köpfen gesammelt wurden (und vom grausamen Timur, einem Nachfolgen Dschingis’ Khan, sogar zu Türmen aufgeschichtet wurden), ist bekannt.
- Irrtum#47: Kämpfst du nah am Feind, brauchst du einen grossen Schild. Kämpfst du per Fernwaffen, brauchst du keinen Schild. Es ist eher umgekehrt: Grosse Schilde behindern die Gewandtheit des Nahkämpfers, schützen aber Bogenschützen etc.
- Irrtum#503: Pistolenschützen in Schlachten trugen im Mittelalter eine Pistole. Das wäre etwas ungünstig gewesen, denn eine Pistole hatte damals nur einen Schuss und das Nachladen war nicht so einfach.
- Irrtum#45: Paddings sind Rüstungsteile für bestimmte Körperregionen, z.B. gibt es Armpaddings, Beinpaddings usw.. Nö.

