Irrtum#156: Auf Wurfmaschinen gehören nur Steine.
Aktualisiert am 21. Juli 2008 von AliWie unkreativ. Was viel besser wirkte, waren – man höre und staune – Tierkadaver. Am besten solche, die schon ein paar Tage vor sich hin stanken. Solche Tierkadaver hatten mehrere interessante Vorteile: Erstens verbreiteten sie Krankheiten und Gestank, was in einer belagerten Burg ohnehin ein echtes
Problem werden kann. Zweitens aber füllen sich die Viecher während des Verwesungsprozesses mit Gasen. Prallen sie nun nach einem eleganten Flug über die Burgmauer im Burghof auf, explodieren sie regelrecht. Diese unangenehme Episode lehrt uns, dass die Szene mit der fliegenden Kuh bei den “
Rittern der Kokusnuss” gar nicht sooo weit weg von der Realität war. Wem das nicht hart genug ist, der nimmt eben Gefangene und schleudert diese. Diese gebräuchliche Praxis war ein bisschen demoralisierend, aber ebenfalls unangenehm war die Sache mit den Bienenkörben, den ein
Bienenvolk, dessen Behausung nach einigen Metern Flug in einem
Burghof auftrifft, ist definitiv schlecht aufgelegt.
- Irrtum#244: Wenn jemand unter der Burgmauer hergräbt, dann ist es eine völlig bescheuerte Idee, ihm entgegenzugraben. Eigentlich ist diese Idee, das sogenannte Gegengraben, gar nicht so übel und war sehr wirksam.
- Irrtum#239: Man kann Gegner von der Burgmauer aus unheimlich gut mit heissem Öl überschütten. Ach du Scheisse, das wäre, als würde man die Katapulte mit Gold beladen.
- Irrtum#155: Man baute oft am Haupttor mehrere Gitter hintereinander, damit der Gegner mehr Zeit brauchte, weil er ja nun mehrere Gitter durchbrechen musste. Die Wahrheit ist viel gemeiner: Man baute mehrere Gitter, um den Gegner zwischen diesen Gittern einzukesseln.

