«Zurück •  Startseite / Index •  Suchen •  Impressum •  Gästebuch •  About •  Anmelden • Aus den Irrtümern » der Schlacht » dem Burgherrn »

“Gewidmet dem Burgherrn“

Die Belagerung, siehe dem Belagerer, war sehr, sehr häufig im Mittelalter und lange Zeit wichtiger als die normale Schlacht auf offenem Feld. Doch hat diese Widmung noch mehr Nutzen, vor allem für Rollenspiel-Gamemaster, die ihre Burgen-Schauplätze etwas realistischer aufbauen wollen. Wie auch immer: Als die unter dem Artilleristen beschriebene Kunst des Schiessens mit Kanonen sich etablierte, war es so gut wie vorbei mit den schönen Burgen.

Keine Kategorien

Seite 1 von 212Nächste»

Irrtum#141: Eine Bastion ist eine grosse Burganlage.
Aktualisiert 21. Juli 2008

I wo, im ursprünglichen Sinne ist eine Bastion nur ein kleiner Turm in der Mitte einer Aussenmauer, oder auch als Abschluss einer Innenmauer. Und falls ein kleinkarierter Physiker unter uns ist: Ja, du hast natürlich recht, Bastion kann auch ein elektrisch geladenes Teilchen in einer Baumfaser sein (Dieser Scherz ist nur für geisteskräftige Minderheiten, sorry).
Mehr … [weiterlesen]


Irrtum#153: Eine gute Burg ist jederzeit in Verteidigungsbereitschaft.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Ach ja? Und woher die ganzen Vorräte für die Soldaten? Und die Soldaten selbst? Die waren nämlich nicht immer in der Burg, sondern mussten erst einmal ausgehoben werden. Und nicht einmal das Gemäuer selbst war standardmässig verteidigungsbereit, oft mussten erst einmal Holzbalkone an die Mauerinnenseiten gebaut werden, um die Bogenschützen aufzunehmen und die Soldaten, die … [weiterlesen]


Irrtum#154: Eine Palisade ist eine Verteidigungsanlage aus Holz oder Stein.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Im Prinzip ja, nur das mit dem Stein ist nicht so ganz richtig, denn eine Palisade im ursprünglichen Sinne ist immer aus Holz. Und sie ist im Grunde auch immer ein Provisorium, bis die eigentliche und endgültige Verteidigungsanlage aus Stein gebaut werden kann, und nie etwas endgültiges. Holz ist für endgültige Sachen nie so wahnsinnig … [weiterlesen]


Irrtum#155: Man baute oft am Haupttor mehrere Gitter hintereinander, damit der Gegner mehr Zeit brauchte, weil er ja nun mehrere Gitter durchbrechen musste.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Die Wahrheit ist viel gemeiner: Man baute mehrere Gitter, um den Gegner zwischen diesen Gittern einzukesseln. Stürmte also der Feind durch das Tor, liess man nicht das äusserste, sondern das innere Gitter herunter. Raste der Gegner nun gegen eben dieses innere Gitter an, liess man das äussere herunter und hatte den Gegner nun zwischen den … [weiterlesen]


Irrtum#156: Auf Wurfmaschinen gehören nur Steine.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Wie unkreativ. Was viel besser wirkte, waren – man höre und staune – Tierkadaver. Am besten solche, die schon ein paar Tage vor sich hin stanken. Solche Tierkadaver hatten mehrere interessante Vorteile: Erstens verbreiteten sie Krankheiten und Gestank, was in einer belagerten Burg ohnehin ein echtes Problem werden kann. Zweitens aber füllen sich die Viecher … [weiterlesen]


Irrtum#230: Erker gehören an Schlösser, aber nicht an Burgen, deren Hauptzweck ja die Verteidigung ist.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Im Gegenteil. Vorspringende Türme, Erker und ähnliches sind zur Verteidigung einer Burg bitter nötig. Durch die Schiessscharten in diesen vorspringenden Erkern nämlich können die Bogenschützen etwas gegen diejenigen Gegner unternehmen, die es doch tatsächlich geschafft hatten, bis dicht an die Mauer zu kommen. Das war sehr wichtig, um das Unterminieren (siehe Nummer 240, gewidmet dem … [weiterlesen]


Irrtum#237: Wird die Burg durch einen Rammbock bearbeitet, bleibt einem nichts anderes übrig, als die Leute, die den Rammbock benutzten, zu dezimieren.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Eleganter und als ergänzende Massnahme üblich war es, Strohballen oder Wollballen herabzulassen. Diese rücksichtsvolle Massnahme schonte den Rücken der Belagerer und war eine nette Geste. Wenn da nicht noch die Sache mit dem heissen Pech und den Pfeilen wäre…


Irrtum#238: Wer mit einem Rammbock eine Mauer nicht trifft, sondern vorbeistösst, muss ein völlig hirnloser Idiot sein.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Wenn der Burgherr etwas nachhalf, war das mit dem Danebentreffen gar nicht so unwahrscheinlich. Man liess eine lange Kette an der Aussenseite der Mauer hinunter, die gerade ein Rammbock-Problem hatte. Zieht man nun im richtigen Moment, nämlich in dem Moment, in dem die Kette unter dem Rammbock her verläuft, an dieser, so katapultierte sie den … [weiterlesen]


Irrtum#239: Man kann Gegner von der Burgmauer aus unheimlich gut mit heissem Öl überschütten.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Ach du Scheisse, das wäre, als würde man die Katapulte mit Gold beladen. Auf keinen Fall würde es einem Burgherrn auch nur im Traum einfallen, heisses oder auch nur kaltes Öl über einen Gegner zu schütten, denn Öl war Jahrtausende lang so mit das Teuerste, was man sich leisten konnte. Viel lieber goss bzw. warf … [weiterlesen]


Irrtum#244: Wenn jemand unter der Burgmauer hergräbt, dann ist es eine völlig bescheuerte Idee, ihm entgegenzugraben.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Eigentlich ist diese Idee, das sogenannte Gegengraben, gar nicht so übel und war sehr wirksam. Man grub den Mineuren (den Untergrabern) entgegen, um sie dann abzustechen und dei Grube mit Kies wieder zuzuschütten. Dadurch stablilisierte sich die Mauer wieder und alles war wieder in Ordnung. Die Schwierigkeit beim Gegengraben war, den gegnerischen Tunnel auch wirklich … [weiterlesen]


Seite 1 von 212Nächste»
Der Inhalt dieser Webseite ist urheberrechtlich geschützt! Die Verwendung, Verbreitung oder Wiedergabe von Texten, auch Auszugsweise, sowie Bildern und Grafiken dieser Seite ohne vorherige schriftliche Genehmigung durch den Autor ist ausdrücklich untersagt. Wenn du zitieren willst - bitte sei so nett und frag einfach vorher den Autor!

teucom.net ...denn teucom ist nett!
Hier gehts zu  Mittelalter Top 100 Listinus Toplisten BeliebtesteWebseite.de Mittelalter-Portal TempusPorta
//content