Irrtum#504: Ist die Burg erst einmal erobert, wartet fette Beute.
Aktualisiert am 21. Juli 2008 von AliWer weiss, dass er in Gefahr ist, belagert zu werden (und das wusste man in der Regel, siehe auch Nummer 487, gewidmet dem
Spione (
Beruf)), wird wohl kaum seine Schatzkammer mit Beute für den Gegner füllen. Während einer Belagerung kann man mit Bargeld nämlich sowieso nichts anfangen, aber mit Geld ausserhalb der Burg um so mehr (z.B. Verstärkung holen). Mit wertvollen Gegenständen war es ebenso. Was also in der
Burg anzutreffen war, wenn die
Belagerung ihr Ende fand, war ein Haufen kranker, ausgehungerter Hilfloser, welche durchzufüttern zu teuer war, als dass man sie am Leben lassen konnte.
- Irrtum#280: Es ist eine wirklich dumme Idee, eine Burgmauer dadurch zerstören zu wollen, dass man sie nach aussen zieht. Keineswegs, man kannte sogar ein eigenes Kriegsgerät dafür, nämlich die sogenannte Krähe.
- Irrtum#274: Heutzutage kann man mit einer Bohrmaschine einfach in eine Mauer hineinbohren, aber im Mittelalter wohl kaum. Bohrmaschinen gab es schon im 16.
- Irrtum#236: Rammböcke setzt man vor allem gegen Burgtore ein, nicht gegen Mauern. Was ein richtiger Rammbock ist, kann es auch mit einer Mauer aufnehmen, und genau dies war auch gängige Praxis im Mittelalter.

