Irrtum#308: Kanonen sind gusseisern, so, wie man sie halt im Museum auch sieht.
Aktualisiert am 21. Juli 2008 von AliGanz zu Anfang waren sie gusseisern, mag sein. Dann aber kam eine lange Phase, in der man eine Kanone baute wie ein
Fass: Man fügte die Teile zusammen, wie es ein Böttcher tut, mit Metallringen nämlich. Das war billiger, einfacher und gewichtsmässig leichter. Vor allem war dann nicht beim Anriss eines Teils das ganze Rohr kaputt. Tja, und das Ganze lief wunderbar, bis man das Schiesspulver, sein Gemisch und vor allem seine Körnung derart verbesserte, dass einem regelmässig bei der Explosion die gesamte Kanone um die Ohren flog. Diese unangenehme Erfahrung vor Augen, besann man sich auf die alte Methode und stellte wieder gusseiserne
Kanonen her. Und diese haltbaren Teile stehen auch in den Museen.
- Irrtum#313: Je feiner das Schiesspulver, um so besser. Nope, nicht exakt.
- Irrtum#276: Ein Katapult nimmt seine Kraft aus der Spannung des gebogenen Baumstamms, auf dem das Geschoss liegt. Stimmt im Prinzip, aber eben nicht für das Katapult, sondern für einen der grösseren Verwandten, nämlich das Mangonel.
- Irrtum#241: Trebuchet ist ein anderer Name für Katapult. Die Gemeinsamkeit zwischen Katapult und Trebuchet ist, dass man damit Sachen (vorzüglich Steine) auf und über Mauern schleudern konnte.

