Handwerk nach mittelalterlicher Definition ist ungleich Handwerk heute. Das Rudern des Seemannes oder sein Segeln ist zum Sitzen am Steuerruder oder Warten der Maschinen geworden. Dem Chef des Seemanns, dem Admiral, wurde in der Schlachten-Rubrik ein eigener Teil gewidmet.
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Irrtum#558: Sirenen sind keine Süsswasserwesen, sondern kommen nur im Meer vor.
Aktualisiert 21. Juli 2008
Sämtliche slawischen Völker kennen die Rusalki. Rusalki sind eine Art Wassernymphen, eigentlich die Geister ertrunkener Mädchen. Sie bevölkern im Winter die Flüsse und können genauso schön singen wie ihre Sirenischen Kolleginnen. Mit demselben Erfolg: Sie locken damit Leute zu sich ins Wasser, um sie zu ersäufen und somit ihren lieblichen Chor zu verstärken. Wird Zeit, … [weiterlesen]
Irrtum#433: Die berühmte Seefahrerkrankheit Beriberi ist eine Vitaminmangelerscheinung.
Aktualisiert 21. Juli 2008
Das mag auf die andere berühmte Seefahrerkrankheit, die Skorbut, zutreffen (obwohl der Anonyme Chist darüber noch nicht so viel herausgefunden hat, ist in Arbeit!), nicht aber auf Beriberi. Christiaan Eijkman entdeckte, dass wohl Vitamin-B1-Mangel an Beriberi schuld sein müsse, und kassierte 1929 dafür sogar den Nobelpreis. Er empfahl Vollkornreis statt weissem Reis und schien somit … [weiterlesen]
Irrtum#353: Der Kaptain geht als letzter von Bord.
Aktualisiert 21. Juli 2008
Mag sein, aber nur, wenn das Schiff am Hafen angelegt hat und er noch keinen Bock hat, zu seiner Alten zu gehen. Sollte mal ein Schiff sinken und dies nicht mehr zu verhindern sein, heisst es: “Every Man for himself!”. Diese englische Version von “Rette sich, wer kann!” verdeutlicht gut, was passiert, wenn ein Schiff … [weiterlesen]
Irrtum#341: Piraten hissen gerne Totenkopf-Flaggen.
Aktualisiert 21. Juli 2008
Weiss der Geier, wer auf diese schwachsinnige Idee gekommen ist. Mal ehrlich: Wer als Pirat Erfolg haben will, muss möglichst dicht an ein zu enterndes Schiff heransegeln und möglichst nicht von Schiffen der jeweiligen Hoheiten ins Visir genommen werden, darum wäre es der ultimative Unsinn, als Pirat eine Totenkopf-Flagge zur Schau zu tragen! Verbündete wurden … [weiterlesen]
Irrtum#334: Geht ein Schiff auf dem Meer unter und kann man sich auf einem schwimmenden Gegenstand retten, wird man wohl erfrieren oder trotzdem irgendwann ertrinken oder verdursten.
Aktualisiert 21. Juli 2008
Witzigerweise besteht die grösste Gefahr im Vertrocknen. Salzwasser hat die schöne Eigenschaft, dem Körper osmotisch Wasser zu entziehen, was dazu führt, dass man austrocknet, besonders dann, wenn man sich dazu hinreissen lässt, Meerwasser zu trinken. Wer also behauptet, dass der Wahnsinn, der einen angeblich überkommt, wenn man einsam auf dem Meer herumtreibt, alleine auf psychische … [weiterlesen]
Irrtum#290: Piraten und Freibeuter sind das Gleiche.
Aktualisiert 21. Juli 2008
Das wäre zu einfach. Zwar sind beide irgendwie eine Art freie Unternehmer, aber der Pirat dient niemandem, überfällt jedes ihm angemessen erscheinende Schiff und wird auch von jedem gejagt, der die Kompetenz dazu hat. Der Freibeuter jedoch greift nur Schiffe an, die zu den Gegnern seines Herrn gehören, ist also eine Art freier Unternehmer mit … [weiterlesen]
Irrtum#287: Sirenen locken Leute in den Sumpf.
Aktualisiert 21. Juli 2008
Wohl kaum, immerhin ist ihre Heimat das Meer, wo es keinen Sumpf gibt. Stattdessen lockten die Sirenen die Seeleute eher auf Riffe, wodurch sie ersoffen. Das Bermuda-Dreieck war damals noch nicht bekannt, sonst hätte man bestimmt die Heimat der Sirenen genau dort vermutet.
Irrtum#144: Seeleute interessieren sich für Edelsteine nur als Vermögensanlage, da sie ja von Land zu Land reisten und Edelsteine immer eine gute Währung sind.
Aktualisiert 21. Juli 2008
Stimmt. Es gab aber noch einen weiteren Grund: Man sagte, dass ein Amethyst vor Stürmen schützte, am besten zusammen mit einem Korall, den man an den Mast band. Vielen weiteren Edelsteinen und Halbedelsteinen sagte man ähnliche Wirkungen nach.
Irrtum#106: Hat man den Wind im Rücken, kommt man mit einem Segelschiff gut voran.
Aktualisiert 21. Juli 2008
Man nennt das Segeln mit dem Wind im Rücken “vor dem Wind segeln” (bis dahin ziemlich logisch), aber “am Wind” zu segeln, nämlich so, dass der Wind wo schräg hinten im Winkel von etwa 45 Grad kommt, ist bis heute viel effektiver.