Irrtum#580: Einem Toten, dessen Körper man nicht findet und dessen Seele friedlich im Jenseits ist, kann man nicht mehr schaden.
Aktualisiert am 21. Juli 2008 von AliDer Tod ist in fast allen
Religionen nichts anderes als ein Weiterleben auf einer anderen Ebene. Selbst Wiedergeburtsreligionen wie der Hinduismus glauben an die Möglichkeit eines endgültigen Todes, allerdings ist auch hier in Form eines ewigen Weiterlebens im Nirvana. Nun sollte man glauben, daß man ja dann fein raus ist, wenn man diesen Lucky-Loop der ewigen Verzückung einmal erreicht hat. Aber Vorsicht: Namen sind, wie wir schon in Nummer 175, gewidmet dem 
Magier (
Mystik) erfahren haben, bei weitem mehr als nur Schall und Rauch, im Gegenteil, sie reichen über Zeit und Raum hinaus. Wird der Name eines verstorbenen alten Ägypters vergessen, so stribt dieser Ägypter im Jenseits, daß heißt mit ewiger Glückseeligkeit ist Essig. Den Namen Echnatons zum Beispiels, eines recht exzentrischen Pharaos, hat man aus seinem
Grab weggekratzt, um ihm seine Unsterblichkeit zu nehmen. Warum das für einen
Rollenspieler relevant ist? Na klar, wegen der Erstgeborenen natürlich! Erstgeborene sind es, die die Erinnerung an die Vorfahren aufrecht erhalten, und stirbt ein Erstgeborener im ollen Ägypten, so laufen alle seine Vorfahren Gefahr, im Jenseits mitzusterben. Wer also einen Erstgeborenen umsäbelt, tötet nach Auffassung einiger Kulturen einen ganzen Ahnenstamm, und somit wird das dazu führen, daß die Familie des Erstgeborenen nicht nur an einem selbst Rache nimmt, sondern die ganze Familie, jedenfalls die männlichen Erstgeborenen der Verwandtschaft des Mörders, zu töten versucht. Vor dem Hintergrund dieses Wissens erscheint der
Tod jedes Erstgeborenen in Ägypten durch
Gott, der den Auszug der Israeliten aus der Gefangenschaft erzwang, als ein schier unglaubliches Verbrechen. Hatte der Anonyme Christ schon erwänt, daß es keinerlei ägyptische Literatur über die zehn ägyptischen Plagen gab, und dass auch zu keiner Zeit ein Versterben der Erstgeborenen historisch nachweisbar ist?
- Irrtum#409: Ein Ghul entsteht durch Necromatie. Im eigentlichen Sinne ist der Ghul ein Ammenmärchen, das das Essen von Leichen verhindern soll (Siehe hierzu Nummer 408, gewidmet dem Schamanen (Mystik)) und die Aktivitäten der Bevölkerung auf das blosse Ausrauben der Leichen beschränken sollte, was (nicht nur im Mittelalter) noch häufiger vorkam (sprich: immer).
- Irrtum#374: Ein Totenbeschwörer kann eine untote Mumie erwecken und sie dann irgenwo hinschicken. Dass es Totenbeschwörer nicht unbedingt gibt, ist nicht die Frage, denn im Rollenspiel ist alles möglich.
- Irrtum#525: Untote Götter gibt es nicht. Der Gott Mimir aus der nordischen Götterfamilie der Asen wurde zu der anderen Götterfamilie, den Wanen, geschickt, um dort zu leben.

