Irrtum#492: Neben mir, der erretteten holden Jungfrau und meiner Ersatzrüstung trägt mein Pferd Zelt, Decken, Waffen, Proviant und den erbeuteten Drachenschatz.
Aktualisiert am 21. Juli 2008 von AliRollenspielleiter haben immer wieder
Probleme, abzuschätzen, was ein Pferd so tragen kann. Als Faustregel kann gelten, dass ein durchschnittlich grosses reisetaugliches
Pferd etwa 110 Kilo über einen Reisetag tragen kann, ohne den Verkehr aufzuhalten oder zusammenzuklappen. Zwar kann es das Doppelte tragen, aber nur kurz und nicht schnell. Bedenkt man nun, dass ein Rossharnisch 30 kg, ein Reiter 75 kg und seine Vollrüstung und Waffen 25 kg wogen, so wird man bemerken, dass mit 130 kg das Limit schon gut ausgereizt ist. Wer also eine Rüstung hat, hat auch mindestens ein Packpferd und am besten noch ein Ersatzpferd. Übrigens differieren die Zuladegewichte sehr: Ein Ackergaul kann mehr tragen als ein Araberhengst, und auch sonst sei hier noch einmal auf Nummer 296, gewidmet dem
Reiter (
Kampf), hingewiesen.
- Irrtum#228: Ein Pferd kostet maximal das Doppelte einer Kuh. Weit gefehlt: Ein Pferd, welches auch nur einigermassen reit- oder gar schlachtentauglich war, kostete ca.
- Irrtum#296: Ein Pferd ist ein Pferd ist ein Pferd. Was soll denn das für'n blöder Irrtum sein? Cool bleiben, gemeint ist mit diesem Irrtum folgendes: Manchmal bekommt ein Rollenspielcharakter ein Pferd, und mit diesem sprintet er dann über die Felder, klettert über Berge, trabt durch die Wüste, pflügt die Äcker, gallopiert ins Schlachtgetümmel, springt über Mauern, zieht seine Planwagen, schwimmt durch Flüsse, stampft seine Weintrauben, reitet seine Turniere, befriedigt seine Lust, hütet seine Schafe, schält seine Kartoffeln und spielt Schach.
- Irrtum#225: Aufsitzen heisst, in die Steigbügel zu steigen und auf das Pferd zu gelangen. Bis zur Jahrtausendwende im Mittelalter wäre das insofern problematisch geworden, weil man erst gar keine Steigbügel gefunden hätte.

