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“Gewidmet dem Reiter“

Nicht nur unter dem Ritter galoppiert ein Pferd, sondern auch oft unter dem Reisenden. Der Reiter ist jedoch deshalb unter die Kampf-Rubrik gefallen, weil eben Ritter und Schlachten und Kämpfe irgendwie zusammengehören.

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Irrtum#40: Mit einem Langbogen und einem Pferd hat man gute Chancen, eine Schlacht zu überleben.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Es verwundert kaum, dass man mit einem Langbogen nur wirksam Schaden anrichten kann, wenn man Pfeile damit verschiesst. Dies aber ist bei der Länge eines Langbogens von bis zu 1,80 m fast unmöglich, wenn man auf einem Pferd durch die Gegend galoppiert. Zwar haben die englischen Bogenschützen in der Tat vom Pferd aus Langbögen benutzt, … [weiterlesen]


Irrtum#67: Kriegsflegel sind immer lange Stäbe mit einer Kette und kurzen Stäben daran.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Im Prinzip ja. Aber hier befinden wir uns im Abschnitt für Reiter, und Reiter würden mit dieser üblichen Form des Kriegsflegels eher sich selbst oder die Kameraden aus den Satteln heben als Schaden am Gegner anrichten. Darum war für Reiter eine besondere Art des Kriegsflegels üblich, nämlich eine mit verkürzten Stäben. Damit nun konnte der … [weiterlesen]


Irrtum#225: Aufsitzen heisst, in die Steigbügel zu steigen und auf das Pferd zu gelangen.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Bis zur Jahrtausendwende im Mittelalter wäre das insofern problematisch geworden, weil man erst gar keine Steigbügel gefunden hätte. Um diese peinliche Entdeckung zu vermeiden, sollte man sich also zunächst informieren, in welchem Jahrhundert man sich befindet. Wer nun meint, man könne ohne Steigbügel nicht reiten, irrt: Der Anonyme Christ reitet bedeutend lieber ohne Steigbügel als … [weiterlesen]


Irrtum#228: Ein Pferd kostet maximal das Doppelte einer Kuh.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Weit gefehlt: Ein Pferd, welches auch nur einigermassen reit- oder gar schlachtentauglich war, kostete ca. 800 n. Chr. ein Dutzend Kühe! Und damals gab’s noch kein BSE… Heute ist das Preisverhältnis anders und entspricht schon eher dem oben angegebenen.


Irrtum#295: Eine Wagenburg ist eine Improvisation zur Verteidigung.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Improvisation? Nun, die Hussiten unter Jan Zizka (über die Z gehören Häkchen, aber der Zeichensatz im Internet ist nun mal begrenzt) konnten das mit der Improvisation wohl recht gut. Sie stellten gut geübt innerhalb kürzester Zeit Wagenburgen aus bis zu 600 Wagen zusammen, die nach einem festen Muster zusammengefügt waren, sehr guten Schutz lieferten, auf … [weiterlesen]


Irrtum#296: Ein Pferd ist ein Pferd ist ein Pferd.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Was soll denn das für’n blöder Irrtum sein? Cool bleiben, gemeint ist mit diesem Irrtum folgendes: Manchmal bekommt ein Rollenspielcharakter ein Pferd, und mit diesem sprintet er dann über die Felder, klettert über Berge, trabt durch die Wüste, pflügt die Äcker, gallopiert ins Schlachtgetümmel, springt über Mauern, zieht seine Planwagen, schwimmt durch Flüsse, stampft seine … [weiterlesen]


Irrtum#348: Ein gut festgezurrter Sattel rutscht nicht.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Denkste! Pferde können recht raffiniert sein, und da das tragen eines Sattels unangenehm ist, schlucken Pferde, die die Prozedur mit dem Sattel kennen, beim Satteln Luft. Dadurch werden sie breiter, und wenn der Reiter dann auf dem Sattel sitzt, wird diese Luft wieder hinausgelassen. Für’s Pferd ist das zunächst gemütlicher, aber irgendwann kommt der Moment, … [weiterlesen]


Irrtum#485: Ein Heer ist träge und langsam, weil es so gross ist.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Tja, was heisst langsam? Es kam halt wieder mal auf viele Faktoren an, auf Wetter, Ausrüstung, Gelände, Allgemeinzustand der Soldaten, Vorliebe des warmen Feldherrn für Blumen am Wegesrand. Man rechnete im Mittelalter für ein normales Heer mit schwerer Ausrüstung gut 15 km/Tag, bestand das Heer nur aus Kavallerie, so kann man mit 30 bis 40 … [weiterlesen]


Irrtum#492: Neben mir, der erretteten holden Jungfrau und meiner Ersatzrüstung trägt mein Pferd Zelt, Decken, Waffen, Proviant und den erbeuteten Drachenschatz.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Rollenspielleiter haben immer wieder Probleme, abzuschätzen, was ein Pferd so tragen kann. Als Faustregel kann gelten, dass ein durchschnittlich grosses reisetaugliches Pferd etwa 110 Kilo über einen Reisetag tragen kann, ohne den Verkehr aufzuhalten oder zusammenzuklappen. Zwar kann es das Doppelte tragen, aber nur kurz und nicht schnell. Bedenkt man nun, dass ein Rossharnisch 30 … [weiterlesen]


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