Irrtum#506: Kugeln verursachen im Grunde kleinere Wunden als Pfeile oder Stichwaffen.
Aktualisiert am 21. Juli 2008 von AliEin Pfeil geht wegen seiner hervorragenden aerodynamischen Eigenschaften gut durch Fleisch durch. Ein
Schwert auch, denn auch hier ist der Widerstand des Fleisches auf die schmale Klinge punktuell sehr klein. Ein Geschoss aus einer Pistole hatte im Mittelalter andere Eigenschaften. Wenig aerodynamisch und recht gross, traf das Geschoss ins Fleisch und verursachte dort in einem sehr grossen Umfeld innere Verletzungen. Wer nicht auf Splatter steht, möge an dieser Stelle die Augen zumachen: Die Berichte über Verletzungen durch herumfliegende Teile (Knochen, Zähne u.v.a.) von soeben getroffenen 
Soldaten, die gerade noch vor oder neben einem standen, häufen sich mit dem Aufkommen der Gewehre und Pistolen. Danke schön, Sie können die Augen wieder aufmachen. Die Infektionsgefahr und überhaupt die Gefahr, dass man an Verletzungen starb, war grösser als zuvor, und das Entfernen von Kugeln war natürlich um ein vielfaches schwerer als das Entfernen von
Pfeilen.
- Irrtum#199: Bogenschützen sind dazu da, den Angriff des Feindes im Nahkampf zu verhindern (oder wenigstens zu schwächen). Verhindern? Wieso verhindern? Das ist eine Schlacht und kein Katholikentag! Bogenschützen waren vor der Schlacht vor allem dazu da, den Feind erst zum Angreifen zu bringen! Ist doch klar: Wenn man mit seinen Bogenschützen (oder weitaus effizienter: mit deren Pfeilen) auf den Feind schiesst, so muss dieser entweder weichen (dann kann die eigene Armee seinen vielleicht strategisch günstigen Platz einnehmen) oder angreifen (dann kann man ebenfalls bestimmen, wo genau die eigentliche Schlacht stattfindet).
- Irrtum#7: Aus mehr als 40 Meter Entfernung trifft man eh nix. Ha, das wäre ja gelacht.
- Irrtum#40: Mit einem Langbogen und einem Pferd hat man gute Chancen, eine Schlacht zu überleben. Es verwundert kaum, dass man mit einem Langbogen nur wirksam Schaden anrichten kann, wenn man Pfeile damit verschiesst.

