Irrtum#21: Wenn der Feind so nah ist, dass ich ihn nicht mehr mit dem Bogen bekämpfen kann, ziehe ich halt mein Schwert.
Aktualisiert am 21. Juli 2008 von AliEs ist extrem selten, dass Bogenschützen mehr als einen Dolch bei sich hatten. Die englischen Bogenschützen allerdings, zeitweise das Rückgrat der ganzen Armee, waren oft mit Axt oder
Schwert, Faustschild oder ähnlichem bewaffnet und konnten sehr wohl auch kräftig zuprügeln. Lange Zeit aber galt:
Bogenschützen haben im Nahkampf nichts zu suchen, basta!
- Irrtum#506: Kugeln verursachen im Grunde kleinere Wunden als Pfeile oder Stichwaffen. Ein Pfeil geht wegen seiner hervorragenden aerodynamischen Eigenschaften gut durch Fleisch durch.
- Irrtum#500: Pfeile trägt man in einem Köcher. Trotz einer gegenteiligen Quelle scheint es so zu sein, dass der Köcher eine Sache der Indianer ist und war in ganz Europa nie üblich war.
- Irrtum#199: Bogenschützen sind dazu da, den Angriff des Feindes im Nahkampf zu verhindern (oder wenigstens zu schwächen). Verhindern? Wieso verhindern? Das ist eine Schlacht und kein Katholikentag! Bogenschützen waren vor der Schlacht vor allem dazu da, den Feind erst zum Angreifen zu bringen! Ist doch klar: Wenn man mit seinen Bogenschützen (oder weitaus effizienter: mit deren Pfeilen) auf den Feind schiesst, so muss dieser entweder weichen (dann kann die eigene Armee seinen vielleicht strategisch günstigen Platz einnehmen) oder angreifen (dann kann man ebenfalls bestimmen, wo genau die eigentliche Schlacht stattfindet).

