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Anmelden • Aus den Irrtümern » der Heilkunde » dem Heiler »
“Gewidmet dem Heiler“
Der Heiler dient hier als Auffangbecken für alles, was nicht ganz in die anderen Widmungen, also dem Chirurgen, dem Medikus oder dem Seuchenarzte, passt. Weitere Verwandtschaft finden wir bei dem Alchimisten aus der Mystik-Rubrik.
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Irrtum#138: Medizinische Zutaten wie Schlangenaugen und Amethysten gehören in das Reich der Legende. Aktualisiert 21. Juli 2008
Kein bisschen! Allen Ernstes schluckte man im Mittelalter Schlangenaugen, Kröteneier, geriebene Krabbenpanzer, Edelsteine und Kühlschränke… äh, na gut, die noch nicht. Aber König Ludwig XIV zum Beispiel schluckte jeden Tag Perlen, oft wurden die Zutaten aber auch zerpulvert. Das Klickern im Nachttopf seiner Majestät war ein gerngehörtes Geräusch in ganz Versailles ;o)
Irrtum#139: Der Glaube an die heilende Kraft von Steinen ist eine Erfindung marketingfähiger Geschäftemacher. Aktualisiert 21. Juli 2008
Nein, diese haben den ganzen Quatsch nur nochmal gewinnbringend vermarktet. Im Mittelalter glaubte man zum Beispiel, der gelbe Amber sei eine Medizin in Form von geronnenem Pipi. Also lutschte und schluckte man Ambersteine, um seine Sehkraft oder sein Gehör zu heilen. Ausserdem konnte man angeblich Husten damit heilen und den Amber als Schlafmittel nutzen. Aprospos … [weiterlesen]
Irrtum#140: Der Amethyst ist ein Schmuckstein. Aktualisiert 21. Juli 2008
Könnte man meinen, immerhin trugen ihn Leute im Mittelalter oft am Nabel. Doch war dies vor allem, um Vergiftungen vorzubeugen, das Glück im Handel zu erhöhen und die sexuellen Gelüste im Zaum zu halten. Kein Wunder also, dass allzugerne Priester diesen Stein mit sich herumtrugen, hatte der Stein doch noch eine andere Wirkung, die Leute … [weiterlesen]
Irrtum#142: Ein Blutstein ist eine unheilige Sache. Aktualisiert 21. Juli 2008
Argh! Der Blutstein ist heilig in den Augen der mittelalterlichen Christen, denn seine roten Sprenkel sind das Blut Christi. Er bringt dem Krieger ausserdem Schutz bei riskanten Unternehmungen (wie zum Beispiel einer Schlacht) und stoppte Blutungen (warum Krieger ihn auch gerne trugen). Und Blitz und Donner verursachte das Ding auch. Har!
Irrtum#145: Der Diamant ist ein Schmuckstein. Aktualisiert 21. Juli 2008
Der Diamant hatte viele Eigenschaften, oder zumindest wurden ihm im Mittelalter viele zugeschrieben. Beispielsweise konnte er Schuldige dadurch entlarven, dass er sich dunkler färbte, Unschuldige aber dadurch, dass er heller als zuvor glänzte. Auch Gift konnte er entdecken, denn man sagte, er schwitze in der Nähe von Gift. Aprospos Gift: Der Diamant war einer der … [weiterlesen]
Irrtum#147: Ein Smaragd ist ein Edelstein wie jeder andere. Aktualisiert 21. Juli 2008
Oh nein, immerhin kann man nach mittelalterlicher Weisheit die Zukunft voraussagen, wenn man einen Smaragden unter seine Zunge legt. Frauen sollten allerdings aufpassen, den Smaragd alleine zu lutschen und nichts anderes dazu, denn der Smaragd brach angeblich durch die Anwesenheit Lüsterner, immerhin repräsentierte er die Reinheit, war er doch der Stein, der angeblich den heiligen … [weiterlesen]
Irrtum#148: Drachenaugen ähneln riesigen Schlangenaugen. Aktualisiert 21. Juli 2008
Mag sein, aber man sagt, dass die Augen von Drachen aus Granat sind, rot leuchtend und fähig, die Nacht zu durchdringen. Das solche Steine extrem begehrt waren, ist klar, schrieb man ihnen doch auch die Fähigkeit zu, vor der Pest zu schützen, das Herz zu regulieren, Inkontinenz zu beheben, Schalflosigkeit und Alpträume und böse Gedanken … [weiterlesen]
Irrtum#263: Brandwunden muss man kühlen, so gut es geht. Aktualisiert 21. Juli 2008
Brandwunden muss man kühlen, ja, aber nicht zu sehr. Sonst schliessen sich die Adern, die Abwehrkräfte des Körpers an die Verletzung herantragen, und das kranke Gewebe kann nicht mehr mit dem Notwendigen versorgt werden. Die Folge ist ein Absterben und eine Verschlimmerung des Schmerzes, sobald das Ganze wieder wärmer wird. Brandwunden können nämlich ohnehin ziemlich … [weiterlesen]
Irrtum#278: Als Heiler hat man - abgesehen von Seuchen - nicht viel zu befürchten. Aktualisiert 21. Juli 2008
Im nahen Osten war der Arztberuf echt riskant, denn wer bei den Mauren als Arzt bei bestimmten Behandlungen (an bestimmten Leuten) versagte, hatte ein Problem, denn ihm wurde schlicht die Hand abgehackt oder der Kopf abgetrennt. Zwar half dies dazu, die Spreu vom Weizen zu trennen, führte aber dazu, dass bestimmte Behandlungen (an bestimmten Leuten) … [weiterlesen]
Irrtum#366: Versagt der Arzt, muss man einen Priester rufen. Aktualisiert 21. Juli 2008
Das stimmt nur in solch extrem hoch spezialisierten Gesellschaften wie Europas. Bei allen anderen braucht man den Priester nicht zu rufen, weil es meist dieselbe Person ist wie der Arzt. Das stimmt für das europäische Mittelalter, das europäische Altertum, die Schamanen, das alte Ägypten, die Kelten und und und… Zum Teil dürfte das daran liegen, … [weiterlesen]
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