Irrtum#395: Die Reblaus ist unangenehm, aber erträglich.
Aktualisiert am 21. Juli 2008 von AliHa! Unangenehm? Naiver Sterblicher, die Reblaus vernichtet(e) Existenzen! Sie war im Mittelalter kein Ungeziefer wie jedes andere, das zwar dreckig, aber erträglich war, sondern sie vernichtete ganze Weinberge über Jahre hinweg. Die Schwierigkeit ist die, dass eine Reblaus endgültig nur bekämpft werden konnte, indem man alle Reben herausriss, den Berg abbrannte und mehrere Jahre brach (also ungenutzt) liegen liess. Selbst, wenn man dann endlich nach vielen Jahren wieder neue Pflanzen einsetzen konnte, mussten ja auch diese erstmal eine Zeit lang wachsen, bis sie wieder Trauben und damit eine Existenzgrundlage abwarfen. Bis dahin war so mancher verhungert oder zum Bettler geworden. ——————–
Kommentar von Heretic38: Die Reblaus ist auch Heute noch der Alptraum eines jeden
Winzers. Haste Rebläuse brauchste Lindan - und die Grünen können dich mal kreuzweise. Auch wenn die, wie ich sie kenne, lieber die mittelalterliche Verbrannte-Erde-Methode empfehlen würden …
- Irrtum#70: Trockener Wein schmeckte auch schon im Mittelalter. Nicht unbedingt.
- Irrtum#434: Es ist verboten, Wein zu panschen. In Deutschland, ja, aber auch noch nicht so lange.

