Irrtum#486: Im Mittelalter trug man keine Schuhe mit genagelter Sohle.
Aktualisiert am 21. Juli 2008 von AliMysteriös und unergründlich, rätselhaft und faszinierend zugleich: Der Schuhnagel im Mittelalter. In der Antike war der Schuhnagel bekannt, soviel ist klar. Doch wo bleibt er im Mittelalter? Versteckt, verschollen, versunken wie Atlantis, Lemuria oder Mu? Zerstört wie Babylon oder Pompeji? Geschlagen wie Troja, Kreta oder Sparta? Verraten, verkauft und vernagelt? Nein, nach zehrenden Jahren der Ungewissheit und Ausgrabungen findet man in der Literatur des gesamten Mittelalters genau einen einzigen kleinen Hinweis darauf, dass der ehemals ruhmreiche Schuhnagel nicht auf ewig im Dunkel der Vergessenheit verblieb, sondern auch im Mittelalter die Sohlen an die Schuhe genagelt wurden. Doch warum nur eine einzige Erwähnung? Hatte die Pest die Schuhnägel dahingerostet? Die Inquisition sie verkrümmt? Die Kirche das Nageln von Frauen und Schuhen verboten? Oder wurden sie nur sehr selten und nur für schwere Stiefel benutzt? Klingt am wahrscheinlichsten. Normalerweise waren mittelalterliche Schuhe ja komplett aus Leder genäht und wurden dann umgestülpt, damit die empfindliche Naht innen lag. Und doch: Das Mysterium der
Schuhnägel ist weiterhin ungelöst.
- Irrtum#108: Von meinen ledernen Schuhen trenne ich mich nie. Nun, wenn damit die im Mittelalter üblichen Schuhe, bestehend aus einem oberen Lederteil und einem unteren Sohlenlederteil, gemeint sind, welche durch Faden zusammengenäht sind, dann ist die durchschnittliche Lebensdauer solcher Schuhe etwa ein halbes Jahr.
- Irrtum#430: Rechter Schuh - rechter Fuss; linker Schuh - linker Fuss. Soso.
- Irrtum#109: Lederschuhe halten einiges aus. Vor 1000 Jahren nicht, denn Imprägnierung, genagelte Schuhe und Gummisohlen gab es damals nicht.

