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“Gewidmet dem Schmiede“

Wer mehr über die Waffen und anderen Dinge wissen will, die der Schmied halt so schmiedet, kann in den Registern nachsehen, die dem Ritter oder dem Schwertkämpfer in der Rubrik Kampf gewidmet sind.

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Irrtum#11: Metall härtet man, indem man es in eine kühle Flüssigkeit hält.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Sagt man so, ja. Stimmt auch, aber oft war auch das Gegenteil nötig. Wenn man Metall nach dem Erhitzen auf seine kritische Temperatur in eine Flüssigkeit hält, härtet man es nicht, sondern man macht es weicher. Der Vorteil ist eine höhere Flexibilität, was dazu führt, dass das Metall eher federt als bricht. Ob man härtet … [weiterlesen]


Irrtum#12: Wenn ich eine eiserne Waffe auf ihre kritische Temparatur erhitzt habe, tauche ich das Ganze in eine Flüssigkeit, denn in jedem guten Monumentalfilm machen die das auch.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Na und? Für jedes andere Metall gilt das, aber eben gerade nicht für Eisen. Eisen muss man nämlich möglichst langsam abkühlen lassen, sonst geht es aus der Form und die ganze Arbeit war umsonst.


Irrtum#14: Ein voll ausgebildeter Schmied kann eine Rüstung schmieden.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Er kann es ja mal versuchen, aber er wird schnell auf den Trichter kommen, dass das Rüstungsschmieden nur von einigen wenigen spezialisierten Meistern beherrscht wurde und eine Wissenschaft für sich war und ist. Auf ganz spezielle Weise und teils mit ganz bestimmten Maschinen mussten die Metallplatten gewalzt, gefaltet, gewölbt, hitzebehandelt, mit Sand gerieben und poliert, … [weiterlesen]


Irrtum#24: Stahl ist eine Erfindung der Moderne.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Im 15. Jahrhundert ist Stahl erfunden worden. Nicht später.


Irrtum#25: Stahl war schon immer das bevorzugte Material für Waffen und Rüstungen.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Im 15. Jahrhundert ist Stahl erfunden worden. Nicht früher.


Irrtum#34: Man schmückt Rüstungen am besten, indem man graviert.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Viel zu teuer. Normalerweise benutzte man im Mittelalter er die Ätz-Technik. Wachs wurde auf das Eisen aufgetragen, dann kam das Ganze kurz in ein Säurebad. Dadurch wurden die wachsbedeckten Teile kaum angegriffen, der Rest wohl. Das führte zu erstaunlichen und sehr schönen Effekten. Masochistische Leute können ja mal versuchen, sich auf diese Art ein Tattoo … [weiterlesen]


Irrtum#38: Ein Schmied braucht einen Hammer.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Einen? Selbst ein Dorfschmied kommt nicht unter 10 Hammern aus; ein wirklich guter Rüstungsschmied hat etwa 70 Hammer ständig in Gebrauch und weitere für Spezialaufgaben.


Irrtum#46: Wer einen Schild schmiedet, muss ihn noch bemalen (lassen), weil der Schild sonst rosten könnte.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Zweck eines Schildes ist es, Schläge aufzuhalten. Soweit logisch. Wenn es aber Zweck des Schildes ist, Schläge aufzuhalten, warum sollte man dann vorher einen Korrosionsschutz draufschmieren? Da könnte ein Schmied ja genauso seinen Amboss lackieren! Einziger Zweck des Wappens auf dem Schild war die Erkennung von Freund und Feind. ———————
Kommentar von Heretic38: Und die … [weiterlesen]


Irrtum#49: So, noch ein paar Schläge, dann ist die Rüstung fertig…
Aktualisiert 21. Juli 2008

Alleine der letzte Schritt der Schmiede einer aus bis zu 200 Teilen bestehenden Vollrüstung erfordert bis zu 10.000 Hammerschläge. Das dürfte für einen einigermassen ausgeprägten Muskelkater reichen…


Irrtum#51: Waffen und Metallrüstungen hielt man mit Wachs in Schuss.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Dafür gibt es eigentlich keine historischen Belege. Eher war Essig und Wasser sowie feiner Sand das Mittel der Wahl zur Pflege der Gegenstände vor Rost. Hinweis: Es sei dringend davor gewarnt, das Schrubben mit Sand nun auf der Motorhaube von Nachbars Auto zu erproben.


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