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Irrtum#514: Die halbverweste Hand, die aus dem Grabe hochfährt, ist eine Erfindung von Horrorautoren.

Aktualisiert am 21. Juli 2008 von Ali

Gruseligerweise nicht. Man muss bedenken, dass eine Bestattung in einem Sarg im Mittelalter eine absolute Seltenheit war. Wusch nun der Regen den Boden aus oder buddelten Hunde auf dem Friedhof (siehe auch Nummer 159, gewidmet dem Werwesen (Mystik)), so kam es vor, dass Leichen teilweise zum Vorschein kamen. Die Leichenstarre tat ihr übriges, und daher ist das mit der Hand, die aus dem Grabe fährt, gar nicht so unrealistisch. Das geht soweit, dass man es im Mittelalter als Zeichen interpretierte: Wessen Hand aus dem Grabe fuhr, der hatte entweder zu Lebzeiten einen Meineid geschworen oder seinen Eltern Gewalt angetan. Als Gimmick für die nächste nächtliche Friedhof-Szene dürfte dies hier eine gute Idee für Rollenspielleiter darstellen.

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