Irrtum#514: Die halbverweste Hand, die aus dem Grabe hochfährt, ist eine Erfindung von Horrorautoren.
Aktualisiert am 21. Juli 2008 von AliGruseligerweise nicht. Man muss bedenken, dass eine Bestattung in einem Sarg im Mittelalter eine absolute Seltenheit war. Wusch nun der Regen den Boden aus oder buddelten
Hunde auf dem Friedhof (siehe auch Nummer 159, gewidmet dem
Werwesen (
Mystik)), so kam es vor, dass Leichen teilweise zum Vorschein kamen. Die Leichenstarre tat ihr übriges, und daher ist das mit der Hand, die aus dem Grabe fährt, gar nicht so unrealistisch. Das geht soweit, dass man es im Mittelalter als Zeichen interpretierte: Wessen Hand aus dem
Grabe fuhr, der hatte entweder zu Lebzeiten einen Meineid geschworen oder seinen Eltern Gewalt angetan. Als Gimmick für die nächste nächtliche
Friedhof-Szene dürfte dies hier eine gute Idee für
Rollenspielleiter darstellen.
- Irrtum#376: Sarkophage sind aus Stein. Oder aus Metall.
- Irrtum#512: Stirbt ein Christ, wird er beerdigt. Ausnahmen bestätigen die Regel.
- Irrtum#184: Leichen findet man in Wohnhäusern nur, wenn der Besitzer etwas auf dem Kerbholz hat. Nicht nur, zumindest nicht bei den Kelten.

