Irrtum#573: Die Schrift der Inka bestand aus Knoten in Schnüren.
Aktualisiert am 21. Juli 2008 von AliHm. Also gut, verschiedene Kordeln mit verschiedenen Farben hatten die Inka schon, und wenn fünf Säcke Mais und drei Säcke Wolle im Lager stehen, so macht das halt fünf Knoten in der blauen Kordel und drei Knoten in der grünen. Und weiter? Weiter nix. O.k., mit Kordeln kann man sehr wohl Buchstaben darstellen, doch selbst wenn man zwei verschiedene Arten von Knoten gekannt hätte und ein System analog dem Morse-Alphabet hätte erdenken können, so hätte man durchschnittlich 5 Knoten pro Buchstabe machen müssen; bei einem Platzdarf von sehr eng bemessenen 0,5 cm hätte der Name “Huayna Capac” (ein berühmter Inka-König mit einem für Inka-Verhältnisse geradezu langweilig kurzen Namen) 23 cm, also schon mal einen fünftel Meter, eingenommen, wobei die Zeit zum Schreiben noch gar nicht eingerechnet ist. Fazit: Ein Schriftsystem hatten die Inka nicht, nur ein Registratursystem.
- Irrtum#371: Hat man in freier Natur keine Tinte oder keinen Füller, ist man halt aufgeschmissen, wenn man schreiben will. Nicht verzweifeln, die Schreiber des alten Ägyptens wären arbeitslos geworden, wären sie verzweifelt.
- Irrtum#243: Man schrieb auf Papyrus, bis das Papier erfunden wurde. Nicht ganz.
- Irrtum#264: Kriegsleute schreiben Kriegsberichte und Schriften über Schlachten und Strategien. So'n Quark.

