Irrtum#182: Die Kelten sind ein gutes Beispiel für blutrünstige, kriegslüsterne Barbaren.
Aktualisiert am 21. Juli 2008 von AliInteressanterweise zucken in Mantel- und Degenfilmen a la Robin Hood immer alle zusammen, wenn irgendjemand sagt: “Jetzt reicht’s, ich hole die Kelten!”. Wahrscheinlich würden sie weniger zusammenzucken, wenn sie wüssten, dass in der ersten Schlachtreihe bei den Kelten nicht blutrünstige
Berserker standen, sondern Barden. Diese lieferten sich mit den jeweils gegnerischen
Barden eine Art Rede
duell, ähnlich einem Schlichtungsverfahren beim Anwalt. Erst, wenn hier nichts entschieden werden konnte, ging man zum Angriff über. Und dass dies dann auch mal etwas wild zuging, ist irgendwo klar, denn eine Schlacht ist nun einmal eine Schlacht und kein Diskussionsplenum mehr.
- Irrtum#279: Schauspiel und Sangeskunst war im Mittelalter beim Adel beliebt. Einer der Gründer des Templerordens, Bernhard von Clairvaux, beschrieb die Ritter des Ordens und lässt dabei recht deutlich durchblicken, was man damals von Schauspiel und Sangeskunst zu halten hatte: "Schach und Brettspiele verabscheuen sie (die Ritter, Anmerkung des Anonymen Christen), schätzen weder die Hetz- noch die Vogeljagd, hassen die Vagabunden, die Spielleute, alles übermässige Singen und Schauspielen wie auch die exzessive Eitelkeit und Dummheit der Welt.

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