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“Gewidmet dem Weibe“

Der Frauenanteil unter den Rollenspielern ist in den letzten Jahren dramatisch gestiegen, interessanterweise vor allem bei Spielen aus dem Vampir- oder Mysterybereich. Die Gleichberechtigung der Frau nimmt also Einzug im Rollenspiel, sehr zur Freude der Emanze. Da Frauen es naturgemäss oft nicht lassen können, sich morgens irgendwelche Farbe ins Gesicht zu schmieren, ist der Schönen ein eigenes Kapitel gewidmet. Ein widerum ganz anders gelagertes Kapitel ist einem Beruf gewidmet, in dem Männer bis heute noch nicht so richtig Fuss gefasst haben, nämlich dem der Hure.

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Irrtum#114: Frauen konnten im Mittelalter nicht schreiben.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Nun ja, einige Frauen konnten. Und taten’s auch, allerdings oft im Namen ihrer Männer oder gar als “Das Weib von dem und dem”, sprich, auf den Buchrücken stand glatt als Autorin “Weib des Güdefrosch des Verpfiffenen” oder so. Sachbücher über Frauenthemen wie Geburten und Monatsbeschwerden wurden fast nur von Frauen geschrieben, wobei das nicht besonders … [weiterlesen]


Irrtum#115: Männer sind bevorzugte Arbeitskräfte.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Inzwischen ja, denn die Mutterschutzgesetzgebung verursacht den Arbeitgebern riesige Kosten. Früher aber gab es eben diese Gesetze nicht, und eine Frau, die vor lauter Schwangerschaft nicht mehr arbeiten konnte, wurde halt durch die nächste Frau ersetzt, die eben gerade mal nicht schwanger war. Das war recht effizient, waren Frauen doch von den Arbeitslöhnen her billiger … [weiterlesen]


Irrtum#116: Bauernmädchen heiraten früher als adelige Damen.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Im Mittelalter nicht. Immerhin waren adelige Damen oft schon seit Beginn ihres Lebens jemandem versprochen, welcher sie dann natürlich auch recht schnell heiratete. Eine Hochzeit mit 12 Jahren war also durchaus drin bei den höfischen Dämlichkeiten. Das gemeine Proletarierweib heiratete erst, wenn sie es sich leisten konnte und genug Mitgift zusammengekratzt hatte, um wenigstens in … [weiterlesen]


Irrtum#117: Frauen können Autofahren.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Können sie nicht, denn sie dürfen keinen Führerschein machen, zumindest nicht bis nach dem 1.Weltkrieg. Erst dann beginnt man z.B. in Deutschland, laut über autofahrende Frauen nachzudenken. Die Proteste männlicherseits waren damals enorm. Äh, und wenn man so drüber nachdenkt, sind sie das auch heute noch. Übrigens ist (politisch ungeschickt, aber wissenschaftlich erwiesen) die Fähigkeit … [weiterlesen]


Irrtum#167: Eva war die erste Frau, die es gab.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Nö, Adam war sozusagen schon geschieden, als er Eva kennenlernte, so sagt es zumindest so manche Quelle alter Geschichte, z.B. Psalm 90, 5-6. Der Sage nach war die erste Frau des Adam Lilith, doch sie geriet in Streit mit Adam, weil sie behauptete, Mann und Weib seien gleich, weshalb sie beim Sex nicht unten liegen … [weiterlesen]


Irrtum#266: Plündern und Vergewaltigen nennt man in einem Atemzug, weil es auch zusammengehört.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Zürst die gute Nachricht für die Damen: Eroberer waren in der Regel immer derart mit Plündern beschäftigt, dass sie zu Vergewaltigungen gar keine Zeit hatten. Ehrlich: Man versuchte als Soldat (besonders als Söldner), alles mitzunehmen, was man bekommen konnte, und zwar bevor andere es bekamen. Da hatte man in der Tat keine Zeit zu solchen … [weiterlesen]


Irrtum#347: Indianerfrauen nennt man Squaws.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Argn, äh, dies ist ein etwas peinlicher Irrtum, denn Squaw bedeutet in vielen indianischen Sprachen nicht direkt Frau, sondern ist eher abwertend und reduziert wörtlich übersetzt die Frau auf ihre, äh, primären Geschlechtsteile. Eine genaue Übersetzung des Wortes gibt es im Deutschen nicht, jedoch gefällt es einer Indianerfrau im Grunde nicht besonders, Squaw genannt zu … [weiterlesen]


Irrtum#352: Das Jus primae noctae hat was mit Sex zu tun.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Wär’ ziemlich blöd gewesen. Dann hätte es Aufstände bei jeder Hochzeit gegeben, das hätten selbst der gefestigtste Herrscher nicht durchgestanden. Das Jus primae noctae ist lediglich das Recht des Landherrn, bei der Hochzeit einer Leibeigenen mit einem Mann aus dem Landbesitz eines anderen Adelsherrn eine Entschädigungssumme für den Weggang einer Leibeigenen einzufordern. Da diese Summe … [weiterlesen]


Irrtum#420: Man erkennt eine verheiratete Frau am Ehering.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Falsch. Man erkennt eine verheiratete Frau, die mit ihrem Mann zufrieden ist, an ihrem Ehering. Eine verheiratete Frau, die mit ihrem Mann nicht zufrieden ist, erkennt man am frustierten Blick, wenn das Thema auf die Sportschau kommt. Aber auch zu Zeiten der ollen Germanen war der Ehering unbekannt, damals trugen sowohl Männer als auch Frauen[weiterlesen]


Irrtum#429: Muslimische Frauen tragen einen Schleier wegen ihres Glaubens, christliche Frauen jedoch nicht.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Ab dem 8. Jahrhundert war es laut katholischer Kirche geboten, als verheiratete Frau einen Schleier zu tragen sowie die Haare hochzustecken. (siehe dazu auch Nummer 420, gewidmet dem Weibe (Weiberei)). Das hielt sich so bis zum 11. Jahrhundert, danach lockerte sich das Ganze und es wurde Mode, ein eher dünnes Band ums Gesicht zu tragen, … [weiterlesen]


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