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“Gewidmet dem Inquisitor“
Dem Frommen ein wenig angenehmes Thema, bei dem die Abgrenzung zwischen skandalgierigem Gerede und echter Recherche recht schwierig ist, ist die dem Mönche und dem Prediger verwandte Inquisition, eine Erfindung des Christen, ein Leiden dem Juden und der Emanze bzw. dem Weibe überhaupt, denn für den Anonymen Christen ist die Inquisition der Ausbruch krankhafter Sexualität bei krankhaften Leuten auf Kosten der Frau (weshalb dieses Thema auch in dieser Rubrik steht und nicht unter Glaube, Beruf oder Handwerk). Jagdwild des Inquisitors ist unter anderem die Hexe.
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Irrtum#189: Der berühmte Hexenhammer läutete die Inquisition ein. Aktualisiert 21. Juli 2008
Als der Hexenhammer 1487 (andere Quellen sagen 1484) das Licht der Welt erblickte, war es bereits finsterste Nacht. Der Hexenhammer, auch genannt Maleum malleficorum, ist nur eine weitere Anleitung zweier Dominikanermönche zur Zeit des Papstes Innozenz VIII. zur Durchführung der sogenannten peinlichen Befragung, sprich des Ausquetschens von Verdächtigen (Der Anonyme Christ entschuldigt sich für das … [weiterlesen]
Irrtum#190: Eine Succubus ist eine schöne Frau mit Flügeln. Aktualisiert 21. Juli 2008
Nun ja, inzwischen mag sich ja diese Auffassung durchgesetzt haben, doch die Ursprünge der Succubi sind im Hexenhammer anders dokumentiert. Dort ist von Geistern die Rede, die den Männern den Samen entziehen, um hieraus Dämonen und Teufelswesen zu züchten. Die weibliche Variante dieser Geister sind die Succubi. Sie vesetzen sich in teufelsgläubige und unreine Frauen … [weiterlesen]
Irrtum#192: Die katholische Kirche hat sich nie für den Mist entschuldigt, den sie während der Inquisition gebaut hat. Aktualisiert 21. Juli 2008
Aber natürlich hat sie das! Genau im Jahre 2000 hat Papst Johannes Paul II. mit seinen letzten zwei Zähnen knirschend eingeräumt, dass damals durchaus Fehler unterlaufen seien. Für die Massstäbe der katholischen Kirche ist dies eine echt freimütige Entschuldigung, und das nur 500 Jahre nach der Inquisition, rasend schnell also und voll von echter Reue.
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Irrtum#194: Die Inquisition beschränkte sich auf Hexen (oder auf Leute, die Hexen zu sein schienen). Aktualisiert 21. Juli 2008
Der Katalog der von der Inquisition Verfolgten erstreckte sich auf folgende Bevölkerungsgruppen: Katharer (siehe auch Nr. 195, gewidmet dem Inquisitor (Glaube),), Priester, die sich irgendwann einmal irgendetwas zuschulden hatten kommen lassen, Hexen, Juden, Schwule, Frauen, die sich von dem Falschen hatten schwängern lassen oder aber von dem Richtigen nicht hatten schwängern lassen, politisch Unliebsame, selbständig … [weiterlesen]
Irrtum#195: Die Inquisition begann mit der Verfolgung von Hexen (oder von Leuten, die Hexen zu sein schienen). Aktualisiert 21. Juli 2008
Eigentlich nicht. Die Inquisition begann mit einer Art Notwehraktion der Katholiken, denn die Katharer, Albigenser und Häretiker predigten sehr erfolgreich die Gnosis, also den Grundsatz, dass alles Geistige gut und alles Materielle schlecht sei, ein Grundsatz, der an sich nicht so schlimm ist, aber der viele Priester und andere Gläubige in ihren Bann zog. So … [weiterlesen]
Irrtum#196: Die Inquisition liess den Leuten, die Hexen zu sein schienen, keine echte Chance zur Verteidigung. Aktualisiert 21. Juli 2008
Oh doch, die Kirche zeigte sich generös und verständnisvoll wie immer. Immerhin brauchte es in fast ganz Europa nicht nur einen, sondern zwei Personen, die einen als Satansfreund denunzieren mussten. Ausserdem waren sie sich der Tatsache bewusst, dass die sogenannte peinliche Befragung (auch Folter genannt) nur denjenigen zu Geständnissen brachte, der auch wirklich Teufelswerk getan … [weiterlesen]
Irrtum#261: Die Inquisition wurde zu ihrer Blütezeit “peinliche Befragung” genannt, weil es die Befragten in peinliche Situationen brachte.. Aktualisiert 21. Juli 2008
Eigentlich stimmt das sogar, allerdings war die Bedeutung des Wortes “peinlich” damals eine andere; sie kommt nämlich vom Wort “Pein”, also Schmerz. Und dass diese Art von Befragung in der Tat schmerzhaft war, dürfte keiner bestreiten können.
Irrtum#520: Ein Teufelsmal als Merkmal einer Hexe ist ein besonders geformtes Mal. Aktualisiert 21. Juli 2008
Der Anonyme Christ behauptet, an jeder beliebigen weissen Frau ein Teufelsmal finden zu können, ohne von den Regeln der Inquisition und des Hexenhammers (siehe Nummer 189, gewidmet dem Inquisitor (Mystik)) abzuweichen. Jeder Leberfleck kann ein Hexenmal sein. Und da jede Frau irgendwo einen Leberfleck hat, und sei er noch so klein, kann der Anonyme Christ … [weiterlesen]
Irrtum#521: Hexen sind selten. Aktualisiert 21. Juli 2008
Die Zahlen sprechen dagegen, die Chronisten erst recht. Die Inquisition hat alleine in Deutschland zwischen 100.000 und 500.000 Menschen das Leben gekostet, sehr oft nach vorheriger Folter, meistens durch den Scheiterhaufen, die Glücklicheren starben durch die Garotte (die Würgeleine), bevor sie verbrannten, doch die meisten verbrannten bei lebendigem Leibe. Die Grausamkeit dieses Todes ist unbeschreiblich. … [weiterlesen]
Irrtum#522: Inquisition hat nichts mit Sex zu tun. Aktualisiert 21. Juli 2008
85 Prozent der Inquisitionsopfer waren Frauen, 100 Prozent der Inquisitoren waren Männer. Die absolut überwiegende Anzahl dieser Männer waren Geistliche, deren Verhältnis zum Thema Sex ohnehin berufsbedingt vor dem Hintergrund des damaligen katholischen Weltbildes gestört war. Junge Frauen wurden sehr häufig gefoltert, und auch das Alter der “alten” Frauen war nicht so hoch wie heute, … [weiterlesen]
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