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“Gewidmet dem Soldaten“

Der Soldat ist die Schachfigur im Spiel, das dem Feldherrn so viel Ruhm einbringen kann. Soldatenarten gibt es viele, alle, zu denen der Anonyme Christ Irrtümer fand, stehen in der Rubrik Kampf.

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Irrtum#13: Geschlossene Helme gehören zum Standard eines jeden Soldaten.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Im Prinzip ja, aber erst seit 1400. Erst dann begann der Feldzug der geschlossenen Helme durch ganz Europa. Gefertigt aus dem Schädelteil, zwei Seitenschützern, einem Kinnschutz und einem Nasenschutz, bot der geschlossene Helm einen guten Rundumschutz. Wäre der geschlossene Helm im 20. Jahrhundert noch Usus gewesen, hätte er bestimmt Airbags gehabt. Vorher gab es da … [weiterlesen]


Irrtum#29: Wächter tragen oft Helme mit einer Art Krempe.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Wozu? Als Regenschutz? Als Verzierung? Nein, eine solche Kappe fand man eigentlich eher bei Bogenschützen. Kam nämlich die gegnerische Pfeilsalve, so war das Gesicht und ein Teil der Schultern bereits geschützt, wenn man den Kopf etwas senkte.


Irrtum#41: Kettenrüstungen schützen gut gegen alle Arten von Attacke.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Sicher. Nur bei Stichwaffen waren sie weniger nützlich, und natürlich fast komplett nutzlos gegen Pfeile. Merke: Der beste Schutz vor einem Pfeil ist es, ihn selbst geschossen zu haben. ——————–
Kommentar von Efeuranke: “In Nummer 41 habe ich ein logisches Problem: Schützt eine Kettenrüstung also vor Äxten? Oder vor ein ihren Träger niederreitendes Pferd? Oder … [weiterlesen]


Irrtum#42: Neue Rüstungsteile für Soldaten glänzen genauso schön wie neue Rüstungen für Ritter.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Von wegen. Soldatenrüstungen wurden spätestens ab dem 16. Jahrhundert in Massenproduktion gemacht und “vom Hammer” verkauft, d.h. ohne Sandbehandlung, Politur usw.. Damit war es natürlich um so schwerer für den normalen Soldaten, eine “glänzende” Karriere hinzulegen.


Irrtum#45: Paddings sind Rüstungsteile für bestimmte Körperregionen, z.B. gibt es Armpaddings, Beinpaddings usw..
Aktualisiert 21. Juli 2008

Nö. Paddings sind einzig und alleine zum Schutz des Nackens da und werden so getragen, dass sie unter dem Helm “hervorfliessen”. Arm-Paddings und ähnliches hat es nie gegeben – zumindest nicht unter diesen Namen.


Irrtum#47: Kämpfst du nah am Feind, brauchst du einen grossen Schild. Kämpfst du per Fernwaffen, brauchst du keinen Schild.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Es ist eher umgekehrt: Grosse Schilde behindern die Gewandtheit des Nahkämpfers, schützen aber Bogenschützen etc. fein vor fremden Geschossen. Gerade bei den Rittern des 14. Jahrhunderts war der Schild oft so klein, dass es schon fast tuntenhaft aussah.


Irrtum#48: Ein Speer ist eine 1,80m-Waffe.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Ein Speer kann eine ist eine seeeehr lange Waffe sein. Immerhin bis zu 3 Meter lang. Das liegt vor allem daran, dass die Speerträger meist – recht eng beieinander stehend – ein gutes Gegenmittel gegen Kavallerie waren, wie vor allem die Schweizer im 13. Jahrhundert eindrucksvoll demonstrierten. Dies setzte allerdings voraus, dass der Reiter bzw. … [weiterlesen]


Irrtum#66: Ein Flegel ist einer, der nachts durch die Gassen läuft und seinen Flegel präsentiert.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Mag sein. Aber ein Flegel im Sinne mittelalterlicher Bewaffnung ist ein recht langer Stab mit einer kleineren Kette dran, an der wiederum weitere (oft gespickte) Stäbe sind, deren Sinn und Zweck es ist, durch die Kette an der Parade des Gegners vorbei möglichst heftig in dessen Gesicht zu landen. Und eines dürfte klar sein: Wer … [weiterlesen]


Irrtum#125: Mit einem unhandlich-langen Speer und einem Schild zusammen in die Schlacht zu ziehen, ist irgendwie blöd.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Ist es nicht. Wie bereits in Nummer 47, gewidmet dem Soldaten (Schlacht), beschrieben wurde, ist der Schild vor allem für die Verteidigung im Fernkampf geeignet, und genau dafür benutzten ihn auch Speerträger. Dies resultiert aus der sinnhaften Einsicht, dass sich die Verteidigung gegen Pfeile mit einem Speer alleine recht schwierig gestaltete. War also der Nahkampf[weiterlesen]


Irrtum#126: Mit Schilden pariert man Hiebe.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Parieren heisst eigentlich, den Schlag abzustoppen, und genau dass sollte man tunlichst im Kampf unterlassen, denn meist waren die Schilde im Mittelalter aus Holz und somit denkbar schlecht für direkte Paraden. Die Schilde waren eher dazu da, Schläge abzulenken statt abzustoppen. Unnötig zu sagen, das ein Schild selten mehr als eine Schlacht lang hielt, selbst … [weiterlesen]


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