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“Gewidmet den Irrtümern“


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Irrtum#351: Das Fegefeuer kannte man schon zu biblischen Zeiten.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Das Fegefeuer erfand ein Typ namens Origines, ein Kirchenmann aus Alexandria. Er stützt sich dabei um 700 n. Chr. auf Quellen, die höchst zweifelhaft sind, und legt eine Beweisführung hin, die damals üblich war, heute aber selbst hartgesottenes Lehrpersonal vom Pult hauen würde, denn die Mischung aus Mathematik und Mystik, die Origines benutzt, wäre genauso … [weiterlesen]


Irrtum#380: Jesu Auferstehung ist etwas Besonderes.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Mal ehrlich, welcher Gott ist nicht schon mal gestorben und wieder auferstanden? Ok, Ok, so schlimm ist es auch nicht, aber die Geschichte mit dem Sterben und der Auferstehung ist nix wirklich Besonderes: Der ägyptische Gott Osiris wurde von seinem Bruder Seth zerstückelt, aber Isis sammelte den ganzen Gulasch wieder auf und fügte ihn zusammen, … [weiterlesen]


Irrtum#381: Initiationsriten sind nichts für Christen.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Moment mal, ein Initiationsritus muss nicht unbedingt so bluttriefend wie die Tauroboliumsriten der Kybele und des Attis im alten Rom oder die Selbstentmannung der Isis- und Osirispriester sein, sondern kann auch eine Weihe oder das symbolische Durchschreiten eines Weges oder das feierliche Versichern eines Schwurs sein. Dabei ist der Symbolik kaum eine Grenze gesetzt, und … [weiterlesen]


Irrtum#405: Solche Verbote wie das islamische oder jüdische Schweinefleischverbot oder das hinduistische Rindfleischverbot gibt es bei den Christen nicht.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Wissen die Wenigsten, und doch: Nach päpstlichem Edikt ist es dem Christen verboten, Pferdefleisch zu essen. Ist auch bis heute nicht aufgehoben worden. Kein Scherz!!


Irrtum#510: Das Fegefeuer soll diejenigen von ihrer Schuld reinigen, die es nur mit knapper Not in den Himmel schaffen werden.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Das wäre ja langweilig. Dann wäre ja schon alles entschieden und die Fegefeuerqual würde immer im Himmel enden. Doch das sah man im 15. Jahrhundert und lange danach anders: Das Fegefeuer ist eine Institution, in der noch nicht klar ist, ob der Verstorbene nun im Himmel frohlocken darf oder in der Hölle Death Metal brüllen … [weiterlesen]


Irrtum#511: Ob man in den Himmel kommt oder nicht, entscheidet Gott.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Ja wo kämen wir denn da hin, wenn der Chef alles selber machen müsste? Die mittelalterliche Vorstellung ist da etwas anders, zumindest erwähnt die Literatur öfter mal den Erzengel Michael als eine Art “Seelenwäger”. Ausserdem gab es da ja noch einen, der immer mal wieder seine Hand im Spiel hat: Den Belzebub. Er, der Teufel[weiterlesen]


Irrtum#512: Stirbt ein Christ, wird er beerdigt.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Ausnahmen bestätigen die Regel. Oft schaffte man es nicht, nach Schlachten die Leute zu beerdigen, manchmal verbrannte man sie deshalb, auch, um Seuchen zu vermeiden. Oft aber tat man nicht einmal das, sondern trug die Leichen lediglich in einen Wald, wo sie verrotteten. Wenigstens die zum Sieger der Schlacht gehörenden Toten konnten sich meistens auf … [weiterlesen]


Irrtum#567: Jesus Christus markiert durch seine Geburt das Jahr Null.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Jesus Christus markiert durch seine Geburt das Jahr 6 oder 7 vor Christus. Irgendwie hat man nämlich bei der Rückrechnung seinerzeit einen Fehler gemacht, und später hat man dann herausgefunden, daß das offizielle Jahr Null gar nicht das eigentliche Jahr Null war. Man hat nämlich herausgefunden, daß der Stern von Bethlehem, wohl ein Komet, zu … [weiterlesen]


Irrtum#165: Fromme Leute glauben nicht an altersschwache Greisengötter.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Klar tun sie das. Die alten Ägypter zum Beispiel glaubten ja bekanntlich an Ra, den Göttervater. Und der war definitiv altersschwach. Zum Beispiel ging er einmal seinen täglichen Weg (die Sonnenbahn) entlang, als er mal wieder sabberte und ein Speicheltropfen herunterfiel. Diesen nahm Isis auf und formte daraus eine Cobra. Ein andermal wurde er sogar … [weiterlesen]


Irrtum#166: Fromme Leute kehren die Meinung über ihre Götter nicht einfach um.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Wenn der Wechsel der eigenen Einstellung günstig ist, wechseln fromme Leute die Meinung über ihre Götter wie Politiker ihre Parteien. Als das obere und das untere Ägypten zusammenschmolzen, wurde zum Beispiel aus Seth, dem Beschützer des Sonnengottes Ra und Sturm- und Wüstenherrscher des unteren Ägyptens, also der Verliererseite, ein Bösewicht, der seinen Bruder Osiris ermordet … [weiterlesen]


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