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“Gewidmet dem Schwertkämpfer“

Mit einer Axt kann man auch Bäume fällen, mit einem Hammer auch Pflöcke einschlagen, mit einem Stab auch wandern. Mit einem Schwert aber kann der Krieger nur töten… Äh, ja. O.k., genug der Philosophie, widmen wir uns begeistert im extatischen Blutrausche dem Hacken, Schlitzen und Stechen:

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Irrtum#22: Turnierschwerter reichen im Notfall aus, um einen Feind zu bekämpfen.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Nicht unbedingt. Das liegt vor allem daran, dass Turnierschwerter (zumindest im 14. Und 15. Jahrhundert) aus Holz waren. Unangenehm, wenn man das nicht weiss und damit in die Schlacht zieht… Allerdings kann es zu weiteren Unannehmlichkeiten kommen, wenn man nicht weiss, dass es nach 1500 sehr in Mode kam, dann doch echte und spitze Waffen … [weiterlesen]


Irrtum#23: Der Blutkanal in einem Schwert dient dem Abfliessen von Blut.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Das wäre komplett sinnleer. Der Name Blutkanal ist eine Erfindung von schlachtgeilen Fantasy-Autoren, in Wirklichkeit ist der Sinn dieses Mittelkanals die Erhöhung der Flexibilität und die Verminderung des Gewichts der Waffe, sonst nichts.


Irrtum#32: Ein Claymore ist eine ganz besondere Waffe.
Aktualisiert 21. Juli 2008

I wo, in Wirklichkeit ist das nur der schottische Name für “Zweihänder”.


Irrtum#35: Je früher das Baujahr eines Schwerts, um so dicker und klobiger ist es.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Umgekehrt: Schon anderthalb Jahrtausende vor Christus schmiedete man Bronzeschwerter, und bis zum Mittelalter waren diese keine Schneidewaffen, die nur im Notfall zum Parieren benutzt wurden. Erst dann wurden die Schwerter dicker und stabiler und ersetzten teils gar den Schild, weil man nun sehr wohl mit ihnen parieren konnte. Gegen Ende des Hochmittelalters degenerierten die Schwerter … [weiterlesen]


Irrtum#55: Der Knauf am Ende des Schwertgriffs ist ein Schmuck und repräsentiert den Reichtum des Schwertbesitzers.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Mag ja sein, aber in erster Linie ist der Knauf ein Gegengewicht zur Klinge, um das Schwert besser auszubalancieren. Mit einem gut ausbalancierten Schwert macht das Töten gleich mehr Spass.


Irrtum#104: Ein Breitschwert ist schwer und man muss kräftig sein, um damit umzugehen.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Das ist einer der häufigsten Irrtümer überhaupt: Ein mittelmässig gutes Breitschwert wiegt nicht mehr als 4 Pfund. Wer so ein Ding nicht heben kann, muss so altersschwach sein, dass er nicht einmal eine 2-Liter-Flasche Cola an den Mund setzen kann. Für etwas kräftigere Leute war dann das Zweihandschwert, welches sieben, manchmal sogar 10 Pfund wog. … [weiterlesen]


Irrtum#363: Will man Schwertkampf üben, dann am Besten mit einem Übungsschwert, dass dem echten Schwert in Gewicht und Balance ähnelt.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Geschickter und üblicher war es im Mittelalter, ein weniger gut ausbalancierten Übungsgegenstand zu nehmen. Üblich war zum Beispiel der sogenannte Dusack (nicht Dudelsack!), ein Holzkeil von der Länge eines Schwertes mit einem Griffloch an einem Ende. Dieser Dusack war etwa doppelt so schwer wie ein normales Schwert, also bis zu fünf Kilo. Der Sinn der … [weiterlesen]


Irrtum#499: Ein Schild, der kleiner ist als ein Teller, ist an Wahnsinn grenzender Leichtsinn.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Diese winzigen, sogenannten Faustschilde gab es im 15. Jahrhundert, und eigentlich waren sie gar nicht so blöd, denn ein kleiner Eisenschild war wendig und leicht genug, um auch in akutem Zeitmangel noch hochgerissen zu werden. Mit einem grösseren Eisenschild war das, wie schon in Nummer 53, gewidmet dem Schmiede (Handwerk), beschrieben, kaum möglich, selbst Holzschilde … [weiterlesen]


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