Kämpfen ist eine Lieblingsbeschäftigung von Rollenspiel-Charakteren. Aber wie? Mit welchen Waffen? Mit welchen Folgen? All dies sind Fragen, die einen Rollenspiel-Charakter nicht interessieren, denn seine Welt ist nun einmal die Rollenspiel-Welt und nicht die Realität. Wer aber wissen will, welche Realität dahinter steckt, findet hier so Manches. Daher ist dieses Kapitel denen gewidmet, die kämpfen: dem Armbruster, dem Barbaren, dem Bogenschützen , dem Krieger, dem Reiter , dem Ritter, dem Schützen und dem Schwertkämpfer.
Irrtum#55: Der Knauf am Ende des Schwertgriffs ist ein Schmuck und repräsentiert den Reichtum des Schwertbesitzers.
Aktualisiert 21. Juli 2008
Mag ja sein, aber in erster Linie ist der Knauf ein Gegengewicht zur Klinge, um das Schwert besser auszubalancieren. Mit einem gut ausbalancierten
Schwert macht das Töten gleich mehr Spass.
Irrtum#104: Ein Breitschwert ist schwer und man muss kräftig sein, um damit umzugehen.
Aktualisiert 21. Juli 2008
Das ist einer der häufigsten Irrtümer überhaupt: Ein mittelmässig gutes Breitschwert wiegt nicht mehr als 4 Pfund. Wer so ein Ding nicht heben kann, muss so altersschwach sein, dass er nicht einmal eine 2-Liter-Flasche Cola an den Mund setzen kann. Für etwas kräftigere Leute war dann das Zweihandschwert, welches sieben, manchmal sogar 10 Pfund wog. … [weiterlesen]
Irrtum#363: Will man Schwertkampf üben, dann am Besten mit einem Übungsschwert, dass dem echten Schwert in Gewicht und Balance ähnelt.
Aktualisiert 21. Juli 2008
Geschickter und üblicher war es im Mittelalter, ein weniger gut ausbalancierten Übungsgegenstand zu nehmen. Üblich war zum Beispiel der sogenannte Dusack (nicht Dudelsack!), ein Holzkeil von der Länge eines Schwertes mit einem Griffloch an einem Ende. Dieser Dusack war etwa doppelt so schwer wie ein normales Schwert, also bis zu fünf Kilo. Der Sinn der … [weiterlesen]
Irrtum#499: Ein Schild, der kleiner ist als ein Teller, ist an Wahnsinn grenzender Leichtsinn.
Aktualisiert 21. Juli 2008
Diese winzigen, sogenannten Faustschilde gab es im 15. Jahrhundert, und eigentlich waren sie gar nicht so blöd, denn ein kleiner Eisenschild war wendig und leicht genug, um auch in akutem Zeitmangel noch hochgerissen zu werden. Mit einem grösseren Eisenschild war das, wie schon in Nummer 53, gewidmet dem Schmiede (Handwerk), beschrieben, kaum möglich, selbst Holzschilde … [weiterlesen]