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“Gewidmet der Heilkunde“

Diese Rubrik ist vor allem nützlich, weil sich Rollenspiel-Charaktere nun einmal von Zeit zu Zeit mit irgendwelchen Leuten prügeln und dabei hier und da Blessuren mitbekommen. Da das medizinische Gebiet aber noch viel grösser ist als nur die Wundbehandlung, findet man hier auch so manches, was nicht sooo häufig im Rollenspiel vorkommt. Übrigens ist das Thema Krankheiten über Kampfverletzungen hinaus selten Gegenstand der sonst so sadistischen Rollenspiel-Leiter-Phantasie. Aber wer weiß, vielleicht ändert sich das ja beim Lesen dieser Rubrik, die übrigens gewidmet ist dem Chirurgen, dem Heiler , dem Medikus und dem Seuchenarzte.

dem Chirurgen (5)
dem Heiler (14)
dem Medikus (22)
dem Seuchenarzte (5)


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Irrtum#123: Ob eine Wunde heilt, hängt von ihrer Grösse und am meisten von ihrer Stelle am Körper ab.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Sicherlich hängt die Heilung sehr von Grösse, Tiefe, Stelle etc. ab, aber unabhängig von der Grösse der Wunde gab es vor allem eine Frage, die über Leben und Tod entschied: Ist die Verletzung mit Wundfieber infiziert oder nicht? Konnte diese Frage mit “nein” beantwortet werden, so konnten selbst grosse Wunden heilen, so wird z.B. von … [weiterlesen]


Irrtum#132: Im Mittelalter vergass man die tollen medizinischen Erkenntnisse des Altertums.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Nun, die vor allem von den alten Griechen erkannten medizinischen Zusammenhänge wurden nicht unbedingt vergessen, sondern vor allem eifersüchtig gehütet. Hüter war mal wieder die katholische Kirche in ihren Klöstern, die die medizinischen Kenntnisse für sich zwar nutzte, aber über das gesamte frühe Mittelalter hinweg nicht offiziell anerkannte, weil… ja weil… tja, das weiss bei … [weiterlesen]


Irrtum#133: Die einzige Gemeinsamkeit zwischen Barbieren und Chirurgen ist die Klinge.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Es gibt noch viel mehr Gemeinsamkeiten, vor allem im Mittelalter, denn da hat der Barbier nicht selten kleinere chirurgische Eingriffe, vor allem zahnmedizinischer Art, durchgeführt, kein Scherz! Besonders nach Seuchen waren die Chirurgen ein dezimiertes Volk und haben ihre Gilden in manchen Städten sogar mit denen der Barbiere vereinigt! Heute ist das nicht mehr so, … [weiterlesen]


Irrtum#136: Operationen am offenen Schädel gibt es noch nicht so lange.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Schon vor Christi Geburt haben z.B. die Perser Schädeldecken geöffnet, natürlich ohne Narkose, und das nicht nur als Soldat, sondern auch als Chirurg. Das chirurgische Intrument dafür war im frühen Mittelalter sogar sehr viel feiner als das des Soldaten, nämlich die Trefine. Das war eine Art Kombination aus Säge und Korkenzieher, mit dem ein kreisrundes … [weiterlesen]


Irrtum#339: Künstliche Beatmung ist etwas ganz Modernes.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Schon die alten Ägypter - und zwar schon die ältesten der alten Ägypter - konnten vor gut 7000 Jahren laryngoskopieren und so eine Art der Zwangsbeatmung erreichen. Es ist allerdings nicht überliefert, wie der Zustand der Leute nach der Behandlung war, denn es ist fraglich, ob nicht so manche Gehirnzelle bei dieser Prozedur den Weg … [weiterlesen]


Irrtum#138: Medizinische Zutaten wie Schlangenaugen und Amethysten gehören in das Reich der Legende.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Kein bisschen! Allen Ernstes schluckte man im Mittelalter Schlangenaugen, Kröteneier, geriebene Krabbenpanzer, Edelsteine und Kühlschränke… äh, na gut, die noch nicht. Aber König Ludwig XIV zum Beispiel schluckte jeden Tag Perlen, oft wurden die Zutaten aber auch zerpulvert. Das Klickern im Nachttopf seiner Majestät war ein gerngehörtes Geräusch in ganz Versailles ;o)


Irrtum#139: Der Glaube an die heilende Kraft von Steinen ist eine Erfindung marketingfähiger Geschäftemacher.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Nein, diese haben den ganzen Quatsch nur nochmal gewinnbringend vermarktet. Im Mittelalter glaubte man zum Beispiel, der gelbe Amber sei eine Medizin in Form von geronnenem Pipi. Also lutschte und schluckte man Ambersteine, um seine Sehkraft oder sein Gehör zu heilen. Ausserdem konnte man angeblich Husten damit heilen und den Amber als Schlafmittel nutzen. Aprospos … [weiterlesen]


Irrtum#140: Der Amethyst ist ein Schmuckstein.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Könnte man meinen, immerhin trugen ihn Leute im Mittelalter oft am Nabel. Doch war dies vor allem, um Vergiftungen vorzubeugen, das Glück im Handel zu erhöhen und die sexuellen Gelüste im Zaum zu halten. Kein Wunder also, dass allzugerne Priester diesen Stein mit sich herumtrugen, hatte der Stein doch noch eine andere Wirkung, die Leute … [weiterlesen]


Irrtum#142: Ein Blutstein ist eine unheilige Sache.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Argh! Der Blutstein ist heilig in den Augen der mittelalterlichen Christen, denn seine roten Sprenkel sind das Blut Christi. Er bringt dem Krieger ausserdem Schutz bei riskanten Unternehmungen (wie zum Beispiel einer Schlacht) und stoppte Blutungen (warum Krieger ihn auch gerne trugen). Und Blitz und Donner verursachte das Ding auch. Har!


Irrtum#145: Der Diamant ist ein Schmuckstein.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Der Diamant hatte viele Eigenschaften, oder zumindest wurden ihm im Mittelalter viele zugeschrieben. Beispielsweise konnte er Schuldige dadurch entlarven, dass er sich dunkler färbte, Unschuldige aber dadurch, dass er heller als zuvor glänzte. Auch Gift konnte er entdecken, denn man sagte, er schwitze in der Nähe von Gift. Aprospos Gift: Der Diamant war einer der … [weiterlesen]


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