Modeerscheinungen gab es schon immer, dem Schneider ist dies der Lebensunterhalt, dem Schuster ebenso.
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Irrtum#338: Ein loser Knopf kann bedeuten, dass die Hose im ungünstigsten Moment rutscht, und somit Peinlichkeiten verursachen.
Aktualisiert 21. Juli 2008
Tja, hier scheiden sich die Geister. Einige Quellen sprechen ständig von normalen Knöpfen, andere behaupten, dass bis zum20. Jahrhundert alle Knöpfe blind waren, das heisst dem Schmuck dienten, aber nicht dem Zusammenhalt der Kleider. Auf diese gloreiche Idee kam man angeblich erst später. Da sich die Quellen hier recht entschieden widersprechen, ist auch der Anonyme … [weiterlesen]
Irrtum#422: Purpur ist eine Farbe.
Aktualisiert 21. Juli 2008
Eigentlich nicht. Eigentlich ist Purpur ein sehr wertvoller Seidenstoff, der die Damenwelt ab dem 11. Jahrhundert in Entzücken versetzte, weil er in allen Farben zu haben war, nicht nur in dunkelrosalila oder so. Die Farbbezeichnung Purpur hat sich - wohl durch die bevorzugt gewählte Farbe dieses Stoffes - später erst durchgesetzt. Eins war jedoch damals … [weiterlesen]
Irrtum#423: Mann trägt Hosen.
Aktualisiert 21. Juli 2008
Im frühen und hohen Mittelalter war ein Mann mit Hosen ein reicher Mann - oder zumindestens ein wohlhabender. Das heisst natürlich nicht, dass mann nix untenrum trug. Normalerweise trug man einen Leibrock, grob, ungefärbt, ungemütlich. Die Hose war für Männer selten und für Frauen undenkbar.
Irrtum#425: Der Reichste trägt den kostbarsten Pelzmantel.
Aktualisiert 21. Juli 2008
Pelzmäntel sind ja so was von billich… bzzzz! Die Adeligen des 12., 13. Jahrhunderts tragen so was, Pelze vom Lamm, Fuchs, Kaninchen oder so’n Zeuch. Die Reicheren tragen Eichhörnchen, Illtis, Marder, Otter, Wiesel und so was. Die gaanz Reichen tragen um 1300 natürlich Hermelin, Zobel oder andere Verschwendeleien. Chön chön, aber wer im 13. Jahrhundert … [weiterlesen]
Irrtum#426: Schneidern ist ein altes Handwerk.
Aktualisiert 21. Juli 2008
Um die 1. Jahrtausendwende hätte man sich in Europa noch relativ erfolglos nach einem Schneider umgesehen. Was mit Bekleidung zu tun hatte, war Sache der Damen; das gilt selbst für allerhöchste Kreise (abgesehen von Spezialkleidern). Erst um 1300 kam dann so langsam der Schneiderberuf auf, übrigens zunächst als rein männliche Domäne. Das Schneidern heutzutage und … [weiterlesen]
Irrtum#447: Wer lustige Schellen trägt, ist wohl der Hofnarr.
Aktualisiert 21. Juli 2008
…oder der Leprakranke. Aber mal im ernst, freiwillig trugen Adelige vor allem in Spanien im Hochmittelalter Schellen und sahen original so aus, wie man sich heutzutage einen Hofnarren vorstellt: Zwei- oder dreifarbiger enger Einteiler mit einer Schellenkappe, wobei die Schellen fröhlich an langen Zipfeln klingelten. Und das in Kombination mit Schnabelschuhen… Allaaf und Hellau!
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Irrtum#451: Echte Helden tragen keine Strapse.
Aktualisiert 21. Juli 2008
Mitte des 14. Jahrhunderts schon. Männer quetschten sich zu dieser Zeit in Europa gerne die Tallie ab und zogen eine Schecke an, also einen Mantel, der im Brust- und Schulterbereich ausgepolstert war, dass die Herrschaften aussahen wie Schwarzenegger. Dummerweise waren diese Mäntel recht kurz und man (Mann!) trug nichts drunter ausser den langen Strümpfen, die … [weiterlesen]
Irrtum#452: Die Damen fuschen mit Push-Up-BHs, die Männer jedoch fuschen nicht.
Aktualisiert 21. Juli 2008
Push-Up-Unterhosen gibt es auch heutzutage noch für Männer (Nein, der Anonyme Christ benutzt sie nicht!), doch früher gab es sogar als Oberbekleidung sogenannte Schamkapseln, auch Braguette genannt, welche im 16. Jahrhundert bis zu kindskopfgross waren (!) und so selbst Riesentalenten echt viel Platz boten. Gerade die Spanier standen auf diese Riesenkapseln, die das Bücken unmöglich … [weiterlesen]
Irrtum#577: Das Tragen von Hosen ist relativ ungefährlich.
Aktualisiert 21. Juli 2008
Es kommt immer auf die Kultur an. Wer in Schottland als Mann seinerzeit eine Hose trug, wurde durchaus noch toleriert, solange er nicht fragte: “Donald, where’s yer trousers?”. Wer allerdings ins mittelalterliche China reiste, sollte besser Nacktarsch oder im Rock gehen, denn Hose bedeutet Dämon; selbst in Theatern bedeutete ein Schauspieler mit Hosen eine “Dämonenrolle”. … [weiterlesen]
Irrtum#581: Kleider schneidert man nur für Menschen und notfalls mal für das Tier eines Exzentrikers.
Aktualisiert 21. Juli 2008
Ja, und für Statuen. Das ist jetzt ein bißchen blöd, weil das dem Anonymen Christen jetzt sowieso wieder keiner glaubt, aber die lieben alten Ägypter meinten, daß Statuen den Geist von den dargestellten Göttern bargen. Daher wurden diese Statuen morgens angekleidet und geschminkt und abends wieder ausgezogen und abgeschminkt (Logisch, über Nacht Make-Up zu tragen, … [weiterlesen]