Das Wursteln ist des Müllers Lust, und es klappern die Müllerinnen am rauschenden Bach, und wer zuerst kommt, stöhnt zuerst. Tja, der Liederchen und Weisheiten über den Müller gibt es genug. Wollen wir doch mal sehen, was sich so hinter dem Müller verbirgt (ausser dem Bauern).
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Irrtum#543: Handwerker sind ehrenwerte Leute.
Aktualisiert 21. Juli 2008
Es ist ein bisschen seltsam, aber im Ansehen der verschiedenen Handwerksarten gab es immer riesige Unterschiede. So waren im Mittelalter der Schmied, der Barbier, der Pferdemetzger oder der Böttcher angesehene Männer, der Rindermetzger, Gerber, Zimmermann und Färber irgendwo in der Mitte, und der Bader, Weber, Töpfer und Müller die Dorfärsche. Als am Ende der Feudalzeit … [weiterlesen]
Irrtum#553: Getreide mahlt der Müller einmal.
Aktualisiert 21. Juli 2008
Pustekuchen! Bis zu sechs oder acht mal musste Getreide im Mittelalter gemahlen werden! Die ersten drei Ma(h)l war das Ergebnis weisses Mehl, die letzten paar Mahlvorgänge ergaben dann Kleie und Futtermehl. Noch heute werden einige Mädchennamen mit dem wertvollen weissen Mehl in Verbindung gebracht, z.B. Mehlanie,
Mehlinda, Carmehlina oder Michamehla.
Irrtum#554: Mühlen brennen nicht so oft ab wie Wohnhäuser, weil sie keinen Ofen haben.
Aktualisiert 21. Juli 2008
Schon, aber Mehl neigt, wenn es aufgewirbelt wird, dazu, Mehlstaubexplosionen zu veranstalten, die so eine Mühle aufgrund des berühmten Schornsteineffekts in Minutenschnelle zu einem brennenden Häufchen totem Kapital machen können. Man sollte also in Mühlen generell nicht mit Feuer hantieren. Früher dachte man in pan- und polytheistischen Religionen, es handele sich hier um die Rache … [weiterlesen]