Grabräuber… wieder so ein Handwerk, dass eigentlich keins ist. Nun ja, zupacken muss man da ja dennoch recht heftig, insofern lassen wir es mal hier stehen… Da sich nicht nur dieses Register mit Leichen beschäftigt, könnte sich auch ein Blick zu dem Totenbeschwörer oder dem Vampirjäger aus dem Mystik-Kapitel lohnen, ebenso wie auf das dem Werwesen gewidmete Kapitel, denn mit solchen Viechern mag ein Grabräuber wohl manchmal Probleme bekommen.
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Irrtum#184: Leichen findet man in Wohnhäusern nur, wenn der Besitzer etwas auf dem Kerbholz hat.
Aktualisiert 21. Juli 2008
Nicht nur, zumindest nicht bei den Kelten. Klar, denn grosse keltische Häuser brauchen nun einmal einen Hausgeist als Schutz. Nun bekam man so einen Hausgeist nicht im Supermarkt, sondern man musste sich einen basteln. Dazu sorgte man dafür, dass ein Bauarbeiter einen dummen, unglücklichen Unfall erlitt, und begrub den Handwerker nun im Haus. Damit war … [weiterlesen]
Irrtum#188: Leichen essen nichts.
Aktualisiert 21. Juli 2008
Es gibt da einen recht gruseligen Volksglauben, der von sogenannten Nachzehrern spricht. Dies sind Tote, die im Sarg liegen (soweit nichts Ungewöhnliches) und ihr Leichentuch ganz oder teilweise fressen (definitiv ungewöhnlicher). Darum legte man in einigen Teilen Europas den Toten ein Stück Grass unter das Kinn, damit sie in ihrer Langeweile lieber dieses als das … [weiterlesen]
Irrtum#330: Es gibt keinen Fluch des Pharao.
Aktualisiert 21. Juli 2008
Hier scheiden sich die Geister. Drei Theorien gibt es dazu. Die erste Theorie besagt, dass der Pharao mit Hilfe seiner Magie einen wirksamen Fluch ausgesprochen hat. Der Anonyme Christ hält diese Theorie für gequirlte Scheisse. Die zweite Theorie beruft sich auf die Statistik, rechnet das durchschnittliche Lebensalter der Forscher, die damals das Grab des Tut-Anch-Amun … [weiterlesen]
Irrtum#346: Vor Leichen hat man Angst.
Aktualisiert 21. Juli 2008
Inzwischen ja, denn der Tod wird in unserer Gesellschaft mehr tabuisiert als je zuvor, ausserdem sinkt der Glaube daran, dass es ein Leben nach dem Tode geben kann. Folglich wird der Tod ein Schrecken, stillgeschwiegen, aus der Gesellschaft ausgeschlossen und unbekannt. Früher, noch vor etwa 100 Jahren, hielt man drei Tage lang Totenwache direkt bei … [weiterlesen]
Irrtum#376: Sarkophage sind aus Stein.
Aktualisiert 21. Juli 2008
Oder aus Metall. Oder aus Holz. Generell lässt sich sagen, dass ein Sarkophag eines ärmeren Verstorbenen wahrscheinlicher aus Holz war. Die richtig grossen, schweren Sarkophage waren Sache der Reichen. Diese lagen oft in mehreren ineinandergefügten Sarkophagen, von denen der innere dann auch oft hölzern war. Tip für Grabräuber: Das Stehlen eines Stein- oder Metallsarkophags ist … [weiterlesen]
Irrtum#512: Stirbt ein Christ, wird er beerdigt.
Aktualisiert 21. Juli 2008
Ausnahmen bestätigen die Regel. Oft schaffte man es nicht, nach Schlachten die Leute zu beerdigen, manchmal verbrannte man sie deshalb, auch, um Seuchen zu vermeiden. Oft aber tat man nicht einmal das, sondern trug die Leichen lediglich in einen Wald, wo sie verrotteten. Wenigstens die zum Sieger der Schlacht gehörenden Toten konnten sich meistens auf … [weiterlesen]
Irrtum#514: Die halbverweste Hand, die aus dem Grabe hochfährt, ist eine Erfindung von Horrorautoren.
Aktualisiert 21. Juli 2008
Gruseligerweise nicht. Man muss bedenken, dass eine Bestattung in einem Sarg im Mittelalter eine absolute Seltenheit war. Wusch nun der Regen den Boden aus oder buddelten Hunde auf dem Friedhof (siehe auch Nummer 159, gewidmet dem Werwesen (Mystik)), so kam es vor, dass Leichen teilweise zum Vorschein kamen. Die Leichenstarre tat ihr übriges, und daher … [weiterlesen]