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“Gewidmet dem Meuchler“

Leise und elegant, aber auch ein kleines bisschen unfair entledigt sich der Meuchler oder Assassine der Probleme, die seinem Kollegen, dem Spione, erst aufgefallen sind.

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Irrtum#386: Ein Schalldämpfer fürs Leben…
Aktualisiert 21. Juli 2008

Schalldämpfer sind nicht nur teuer, sondern nutzen sich auch sehr schnell ab. Wer für seine Aufträge als Meuchler generell nur je einen Schuss braucht, kann schon ein- zweihundert Probleme damit aus der Welt schaffen, aber je älter der Dämpfer, um so unpräziser wird die ganze Geschichte und um so grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass mal … [weiterlesen]


Irrtum#387: Will man den Rückstoss eines Gewehres gut abfangen, muss man einen gewissen Abstand zwischen Waffe und Schulter einrechnen.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Genau im Gegenteil: Je mehr Abstand die Waffe zur Schulter hat, um so mehr Schwung hat sie, um in selbige hineinzukrachen. Man sollte die Waffe sehr fest an die Schulter pressen, um genau dies zu verhindern. Damit zielt man genauer und braucht nicht immer die Schulterprotese zu wechseln.


Irrtum#388: Ein guter Meuchler zielt minutenlang und trifft dann genau.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Man ist ja heutzutage immer in Zeitdruck, und auch die ehrbare Zunft der Meuchelmörder ist daran nicht vorbeigekommen. Am besten trifft man, wenn man sich benimmt, als ob man den Brustkorb geröngt bekommt: “Einatmen… Ausatmen… Nicht atmen…”. Diese Phase des Nichtatmens ist die ruhigste, und genau in dieser Phase ist es Zeit, abzudrücken. Wer zu … [weiterlesen]


Irrtum#393: Giftpflanzen findet man nicht so einfach am Wegesrand.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Tja, Bilsenkraut, eine streng narkotisch riechende Pflanze mit rotvioletten Blüten, gibt’s eigentlich an vielen Wegen, und verwendet ein Meuchler dieses an einem ahnungslosen Opfer, wird dieses Kopfschmerzen, Schwindel, Muskelkrämpfe und Koliken, später sexuelle Erregung und noch später ein Überlebensproblem wegen Atemschwierigkeiten haben. Bilsenkraut ist damit auf die gleiche Weise tödlich wie gefleckter Schierling, eine komplett … [weiterlesen]


Irrtum#394: Mutterkorn macht die Ernte nieder, aber nicht die Menschen.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Aber hallo! Mutterkorn ist zunächst einmal ein grosses, schwarzes Korn an einer Roggenähre; im Grunde recht auffällig. Fällt dieses Korn irgendwann ab, verteilt es seine Sporen in die Ähren und somit in die Nahrung. Der Roggen wächst kaum noch, aber wichtiger ist, dass nun die Krankheit, die vom Mutterkorn herrührt, durch den Roggen auf den … [weiterlesen]


Irrtum#450: Die besten magischen Amulette sind aus Gold.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Nein, aus Plutonium… war’n Scherz. Also, die besten Amulette, da ist sich das Mittelalter einig, sind aus Elektron, das ist ein Gemisch aus Blei, Eisen, Gold, Kupfer, Quecksilber, Silber und Zinn. Das Metall war nicht nur ein hervoragender Magieträger, sondern auch der Alptraum jedes Meuchelmörders, warnte es doch den Träger durch Verfärbung vor Feinden und … [weiterlesen]


Irrtum#464: Ein Meuchelmörder bringt Leute um, indem er sie mit etwas Vergiftetem verwundet.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Wird er in der Regel nicht machen, denn so etwas hat vier riesige Nachteile: Erstens muss man dazu verdammt nahe heran an das Opfer, zweitens wird dieses die Verletzung wahrscheinlich bemerken und diesem durch ein lautes “Aua!” und ähnliches Ausdruck verleihen, und drittens wird man die Wunde an seiner Leiche entdecken. Und viertens ist ein … [weiterlesen]


Irrtum#465: Gift war im Mittelalter schwer erhältlich.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Ney. Immerhin benutzte schon Albertus Magnus Arsen in einem Milchbrei als Fliegengift und versuchte auch, Fliegen mit einem opiumhaltigen Rauch zu verjagen. War alles frei erhältlich. Heutzutage gibt es Gesetze wie die Arzneimittelverordnung und viele andere, die es recht schwer machen, an Gifte irgendeiner Art heranzukommen und die den Besitz bestimmter Materialien bestrafen, doch diese … [weiterlesen]


Irrtum#466: Giftmorde an Einzelpersonen? Ja. Aber an ganzen Armeen? Wohl kaum.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Und dennoch: Mindestens zwei Schlachten in der Geschichte wurden mit recht hoher Wahrscheinlichkeit durch Gifte gewonnen. Zu Zeiten Duncans I., des Schotten, dessen Feldherr Macbeth in der Folge nicht nur die dänische Armee vergiftete, sondern auch Duncan selbst, erreichte man dies über Belladonna, dass Gift der Tollkirsche. Die Truppen Marc Antons wurden bereits viel früher … [weiterlesen]


Irrtum#467: Heute ist es fast unmöglich, an Gift zu kommen.
Aktualisiert 21. Juli 2008

Nö. Gebrauchsfertiges Gift ist zwar, wie in Nummer 465, gewidmet dem Meuchelmörder (Beruf), beschrieben, in der Tat heutzutage kaum zu bekommen, doch selbst ist der Meuchler! Insektengifte wie das überall erhältliche E 605 sind eine Lösung, etwas konservativer wäre der klassische Mord mit Blausäure, relativ leicht zu extrahieren aus Mandeln oder den Kernen von Pfirsichen, … [weiterlesen]


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